Leichter Rückgang : Bei der Arbeit starben acht Menschen

In der OTR Neptun Verzinkerei kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall.

In der OTR Neptun Verzinkerei kam es zu einem tödlichen Arbeitsunfall.

Montag ist der gefährlichste Arbeitstag

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29. März 2016, 06:30 Uhr

Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle ist in Mecklenburg-Vorpommern leicht zurückgegangen. Acht Menschen sind im vergangenen Jahr bei der Arbeit ums Leben gekommen, wie das Landesamt für Gesundheit und Soziales (Lagus) in Rostock mitteilte. Insgesamt ereigneten sich 37 besonders schwere Unfälle, bei denen Menschen zum Teil mit bleibenden Schäden verletzt wurden. Im Jahr zuvor waren es noch zehn tödliche und 30 besonders schwere Arbeitsunfälle gewesen.

„Häufigste Ursache sind individuelles Fehlverhalten oder Materialversagen“, sagte Behördensprecherin Anja Neutzling. Die meisten tödlichen und schweren Unfälle passieren im Baugewerbe, gefolgt von der Land- und Forstwirtschaft sowie der Metallbranche beziehungsweise dem Maschinenbau.

Nach einer Untersuchung der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege passieren die häufigsten Arbeitsunfälle am Montag (12 505 gemeldete Unfälle bundesweit) und die wenigsten am Freitag (9892 Unfälle). Nach anderen Studien ist Unkonzentriertheit durch Übermüdung einer der Hauptgründe für Unglücke am Arbeitsplatz. Jeder fünfte Unfall ist auf Schlafmangel zurückzuführen. Weitere Faktoren sind Stress und Ablenkung.

Im laufenden Jahr registrierte das Lagus bereits zwei tödliche und drei besonders schwere Arbeitsunfälle. So starb Anfang Februar ein 55-Jähriger in einer Rostocker Verzinkerei als sich eine tonnenschwere Stahlplatte löste und den Arbeiter erschlug.

Für mehr Arbeitsschutz hatte das Lagus im vergangenen Jahr 5  516 Betriebsstätten aufgesucht und 2  590 Baustellenkontrollen durchgeführt. Dabei wurden 9302 Mängel festgestellt.

Auch bundesweit ist ein Rückgang bei schweren Unfällen am Arbeitsplatz festzustellen. Nach Angaben der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung wurden in der ersten Hälfte 2015 etwa 420 500 Unfälle gemeldet – im Vorjahreszeitraum waren es 431    000.


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