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Integrationsförderrat : Behinderte kritisieren Staatskanzlei und NDR

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Der Integrationsförderrat kritisiert in seinem gestern im Landtag vorgestellten Tätigkeitbericht, Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und den öffentlich-rechtlichen NDR.

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erstellt am 05.Sep.2013 | 12:27 Uhr

Schwerin | Der Integrationsförderrat hat Kritik an Ministerpräsident Erwin Sellering (SPD) und dem öffentlich-rechtlichen NDR geübt. Das Gremium, das die Landesregierung bei der Herstellung gleichwertiger Lebensbedingungen für Menschen mit Behinderungen unterstützen soll, kritisiert in seinem gestern im Landtag vorgestellten Tätigkeitbericht, dass Interessen Behinderter in den Programmen des NDR zu wenig berücksichtigt werden. So heißt es im Bericht: "Für Menschen mit Behinderungen, beispielsweise blinde oder hörgeschädigte Menschen, sind diese Angebote teilweise nur sehr eingeschränkt nutzbar." Die Herstellung der Barrierefreiheit in diesen Bereichen sei notwendig. Dazu wiederum sei es erforderlich, dass die Interessen der Menschen mit Behinderungen und chronischen Erkrankungen angemessen im Rundfunkrat des Norddeutschen Rundfunks vertreten sind. Bereits 2006 und 2012 habe der Intergrationsförderrat dem Ministerpräsidenten einen entsprechenden Vorschlag gemacht. Darauf sei allerdings nicht reagiert worden. Das Gremium erwartet, "dass spätestens im nächsten Rundfunkrat die Vereine und Verbände der Menschen mit Behinderungen entsprechend ihrem dann vorhandenen Entsenderecht angemessen vertreten sind".

In einer Stellungnahme der Landesregierung heißt es dazu: "Die Staatskanzlei wird auch weiterhin den Abbau von Kommunikationsbarrieren in den öffentlich-rechtlichen Medien unterstützen." Bei einer Änderung des NDR-Staatsvertrages werde sich die Landesregierung gegenüber den anderen Staatsvertragsländern für eine bessere Vertretung der Interessen von Menschen mit Behinderungen im NDR-Rundfunkrat einbringen.

Der NDR verweist auf seiner Internetseite darauf, dass er seine barrierefreien Angebote weiter ausbaut. 45 Prozent des NDR-Fernsehprogramms seien bereits untertitelt, und es würden mehr Hörfilme produziert als je zuvor.

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