Abgesackte A20 bei Tribsees : Behelfsumfahrung kommt nicht vor Sommer 2018

Die bei Tribsees ins Moor gesunkene Autobahn 20 sorgt weiter für Verdruss: Die geplante Behelfsumfahrung wird teuer und ihr Bau dauert Monate. Verkehrsminister Pegel ist froh, wenn sie bis Sommer 2018 steht.

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15. Dezember 2017, 20:55 Uhr

Verkehrsminister Christian Pegel (SPD) hat Hoffnungen auf einen ganz schnellen Bau der Behelfsumfahrung um die abgesackte Stelle der A20 bei Tribsees zerstört. Die derzeit favorisierte Wiederherstellung der alten Baustraße werde nicht vor Sommer 2018 zu realisieren sein, sagte Pegel am Freitag im Schweriner Landtag.

Die Vorbereitungsarbeiten in Sachen Naturschutz und Eigentumsverhältnisse liefen bereits. Nächste Woche werde es im Bundesverkehrsministerium in Bonn ein Gespräch zur Finanzierung geben. Es gehe dabei «nicht nur um einige 100 000 Euro», stellte der Minister klar. Es handele sich um einen schwierigen, moorigen Baugrund.

Die Reparatur der A20 wird nach bisherigen Schätzungen mehrere Jahre dauern. Mit Blick auf die Saison 2018 ist die Tourismusbranche zunehmend nervös. Aktuell quält sich der Verkehr von der gesperrten Autobahn durch angrenzende Dörfer. Die Menschen dort sind genervt.

Zunächst war geplant, eine Behelfsbrücke über die ins Moor gesackte Stelle zu führen. Diese Planung musste aber aufgegeben werden, weil ein Vorab-Baugrundgutachten dem Restdamm eine zu geringe Tragfähigkeit attestierte. Das endgültige Gutachten soll im Januar vorliegen, sagte Pegel.

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