Mecklenburg-Vorpommern : Beamte bekommen Einmalzahlung

Bankkonto wird aufgebessert.
Bankkonto wird aufgebessert.

Dafür stellt das Land 6,5 Millionen Euro zur Verfügung.

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23. Dezember 2017, 05:00 Uhr

Die 22 000 Beamten in Mecklenburg-Vorpommern bekommen voraussichtlich im März eine zusätzliche Einmalzahlung in Höhe von 9,35 Prozent ihres Monatsgehaltes. Dafür stellt das Land 6,5 Millionen Euro zur Verfügung, teilte gestern das Finanzministerium mit. Begründet wurde die Entscheidung damit, dass nach Gesprächen mit dem Deutschen Gewerkschaftbund (DGB), dem Beamtenbund (dbb) und der Gewerkschaft der Polizei (GdP) die Anpassung der Beamtenbesoldung an die Tariferhöhungen für Angestellte im öffentlichen Dienst rückwirkend auch für 2017 angewendet werden soll. Bislang galt die Regelung nur für 2018 bis 2022.

Die Nachzahlung gilt als Kompromiss. 2008 und 2009 hatte das Land den Beamten der Besoldungsgruppen A10 aufwärts die Ost-West-Anpassung vorenthalten und so insgesamt 44 Millionen Euro gespart. Gegen ein ähnliches Vorgehen in Sachsen hatten zwei Polizisten erfolgreich vor dem Bundesverfassungsgericht geklagt. Sachsen muss das einbehaltene Geld den Beamten zurückzahlen.

Vor allem die GdP macht sich für eine Auszahlung der damals eingesparten Summe auch in Mecklenburg-Vorpommern stark. Das Finanzministerium lehnt dies ab. Gestern gab Finanzminister Mathias Brodkorb (SPD) allerdings bekannt, dass sein Haus von den 44 Millionen Euro 37,5 Millionen Euro in den Pensionsfonds des Landes für Beamte stecken will und 6,5 Millionen Euro für die Einmalzahlungen im März bereitstellt. „Diese Lösung ist immerhin ein Signal der Wertschätzung für die Arbeit der Beamten“, so GdP-Landeschef Christian Schumacher.

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