Autobahnkreuz entsteht bei Ludwigslust : Baustart für A14-Teilstück im Herbst

Die A14 zwischen Schwerin und Magdeburg wächst schrittweise zusammen. Im Herbst kann mit dem Teilstück zwischen dem Autobahndreieck Schwerin und der B5 bei Grabow begonnen werden. 2015 könnte es fertig sein.

svz.de von
21. Juni 2012, 06:35 Uhr

An der im Norden umstrittenen Autobahn A14 soll im Herbst der Bau eines neuen Teilstücks südlich von Schwerin beginnen. Es gehe um eine 16,6 Kilometer lange Trasse zwischen dem Dreieck Schwerin und der B5 bei Grabow, teilte das Infrastrukturministerium in Schwerin am Donnerstag mit. Nach einem ersten vorläufigen Zeitplan könnte das Teilstück im Sommer 2015 fertig sein. An der Trasse sollen 15 größere Einzelbauwerke errichtet werden, darunter sechs Brücken über Bahnstrecken und Straßen. An der A24 werde ein Autobahnkreuz mit zwei Anschlussstellen bei Ludwigslust entstehen. Zusätzlich müssten 19 Kilometer Wege und Zufahrten gebaut werden. Das Gesamtprojekt werde rund 140 Millionen Euro kosten, die der Bund und die EU tragen.

Bis 2020 rechnen Fachleute durchschnittlich 20 000 Fahrzeugen pro Tag. Der Anteil des Schwerlastverkehrs werde dabei wahrscheinlich fast ein Viertel der Verkehrsmenge ausmachen. Das Straßenbauamt Schwerin nehme jetzt die vorbereitenden Arbeiten in Angriff, darunter Ausschreibungen und die Veranlassung von Naturschutz- Ausgleichsmaßnahmen, hieß es.

Der Planfeststellungsbeschluss für das Teilstück zwischen Schwerin und Grabow ist laut Ministerium nach Ablauf der Einwendungsfrist beim Oberverwaltungsgericht in Leipzig jetzt bestandskräftig. Für ein weiteres Teilstück bis zur brandenburgischen Landesgrenze soll bis Ende des Jahres der Planfeststellungsbeschluss vorliegen.

Die Umweltorganisation BUND hält die Nordverlängerung der A14 von Magdeburg nach Schwerin wegen zu geringer Auslastung für überflüssig und warnt vor Folgen für die Umwelt.

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