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Immobilienpreise steigen : Bauland in MV so teuer wie nirgends im Osten

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Satte Geschäfte für Vermieter und Hausverkäufer in MV: Die Finanzmarktkrise treibt Investoren in Immobilien und lässt die Haus- und Bodenpreise sowie Mieten in Mecklenburg-Vorpommerns steigen.

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erstellt am 04.Sep.2013 | 11:25 Uhr

Rostock | Satte Geschäfte für Vermieter und Hausverkäufer in MV: Die Finanzmarktkrise treibt Investoren in Immobilien und lässt die Haus- und Bodenpreise sowie Mieten in Mecklenburg-Vorpommerns steigen. Die durchschnittlichen Kaufpreise für Bauland im Nordosten seien inzwischen die höchsten in Ostdeutschland, teilte der Immobilienverband Nord (IVD) gestern in Rostock mit. Anleger suchten "einen sicheren Hafen für ihr Erspartes", sagte IVD-Vorstand Andreas Heyder, gestern in Rostock. Das Ferienland MV mit seiner traditionellen Bäderarchitektur sei ein gefragter Alterswohnsitz, besonders an der Ostseeküste. Angesichts wachsender Inflationsängste, weiter steigender Mieten und günstigen Bauzinsen investierten viele in "sicheres Betongold".

Begehrt: der Küstenstreifen zwischen Warnemünde, Graal-Müritz bis Fischland/Darß. Das treibe die Preise in die Höhe, erklärte IVD-Vorstand Tom Hübner. In den Städten im Land werden derzeit Baulandpreise zwischen 60 und 270 Euro für einen Quadratmeter verlangt - und mehr. In Warnemünde würden in besonders attraktiven Lagen Grundstückspreise von bis zu 750 Euro je Quadratmeter gezahlt.

Wohnen wird in MV immer teurer: Mieten, Häuser, Eigentumswohnungen - alle Preise steigen. Für Einfamilien- und Reihenhäuser in Rostock, in begehrten Ferienorten und am Wasser mussten Käufer nach IVD-Angaben zwischen zwei und acht Prozent mehr bezahlen als im Vorjahr. In den Städten im Binnenland seien die Preise hingegen weitgehend stabil geblieben. Freistehende Einfamilienhäuser mit mittlerem Wohnwert und einer Wohnfläche von 125 Quadratmetern in Schwerin und Rostock kosteten mittlerweile 160 000 bzw. 200 000 Euro, Häuser mit gutem Wohnwert und 150 Quadratmeter Wohnfläche 225 000 bzw. 275 000 Euro, ermittelte der Immobilienverband. Eigentumswohnungen in Rostock hätten sich um acht Prozent verteuert und kosteten 1625 Euro je Quadratmeter. In Schwerin müssen Investoren je Quadratmeter 1450 Euro hinlegen - 5,5 Prozent mehr als vor einem Jahr.

Indes müssen auch Mieter mehr von ihrem Monatsetat für die Wohnung ausgeben. Bei Erstbezug werde in Schwerin derzeit eine Durchschnittsmiete von 6,50 Euro Je Quadratmeter verlangt - vor eineinhalb Jahren waren es sechs Euro, analysierte der Verband. Gefragt seien in Schwerin vor allem die Altstadt, Schelfstadt und das Schlossgartenviertel, sagte IVD-Vorstand Herman Tensundern. Demgegenüber gebe es ein reichhaltiges Angebot an Mitte der 90er-Jahre erbauten Eigentumswohnungen in Krebsförden. In Rostock seien bei Selbstnutzern als auch auch Mietern Neubaugebiete stark nachgefragt, vor allem aber Wohnen am Wasser wie im Petri-Viertel.

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