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Larven fressen Rapssaat : Bauern melden Schäden

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Durch das Verbot von gebeiztem Saatgut drohen den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern große Verluste

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 07:46 Uhr

Durch das Verbot von gebeiztem Saatgut drohen den Landwirten in Mecklenburg-Vorpommern große Verluste bei einer ihrer wichtigsten Pflanzen – dem Raps. Das sagte der Präsident des Landesbauernverbandes, Rainer Tietböhl, gestern in Neubrandenburg. „Weil das Saatkorn nicht mehr geschützt ist, fressen es die Larven der Schädlinge im Boden.“ Dazu gehören die Larven von Rapserdfloh und Kleiner Kohlfliege. Auf frisch bestellten Feldern seien auf bis zu 15 Prozent der Flächen Schäden zu erkennen. Einige Bauern hätten ihre mit Saatgut gedrillten Äcker schon umpflügen und neu bestellen müssen.

Hintergrund ist laut Tietböhl ein zunächst zweijähriges EU-Verbot für das mit Insektiziden behandelte Saatgut. Wie Margret Peters vom Landesimkerverband erklärte, war es im Frühjahr 2008 am Rheingraben beim Ausbringen von Maissaat zu Vergiftungen von Bienenvölkern gekommen. „Die Stäube hatten sich auf alle Blüten gelegt und auch Pollen waren belastet“, erklärte die Fachfrau. Der Wirkstoff für die Beize sei hochtoxisch für Bienen. Die Behörden sahen einen Fehler beim Ausbringen der Saat als Ursache. In der Folge war das gebeizte Saatgut verboten worden. Peters räumte aber ein, dass die Gefahr beim Drillen von Raps im Herbst generell geringer sei. „Das ist da ein Problem, wo alte Drilltechnik verwendet wird“, erläuterte Tietböhl. In den östlichen Bundesländern und bei vielen Betrieben im Westen werde aber modernste Drilltechnik angewandt.

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