zur Navigation springen

Reorganisation : Barmer schafft in Güstrow 200 Jobs

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Krankenkasse zentralisiert Antragsbearbeitung in Barlachstadt. Angekündigte Umgestaltung beginnt hier im Land erst 2017

svz.de von
erstellt am 28.Jun.2014 | 08:30 Uhr

25 000 Versicherte der Barmer GEK in Mecklenburg-Vorpommern können vorerst aufatmen: Auch wenn die bundesweit mitgliederstärkste Krankenkasse ihre angekündigte Reorganisation jetzt in Angriff nimmt, bleibt hier im Land vorerst alles noch beim Alten. „Berlin/Brandenburg macht den Anfang, dann folgen im Uhrzeigersinn die weiteren Bundesländer. In Mecklenburg-Vorpommern wird das Reformkonzept erst Anfang 2017 umgesetzt“, erklärt der Landessprecher der Krankenkasse, Bernd Schulte.

Seit Februar herrschte Verunsicherung bei den Versicherten und mehr noch bei den hier im Land 385 Beschäftigten der Barmer GEK. Bundesweit, so wurde seinerzeit verkündet, sollten 3500 Stellen abgebaut und die Hälfte der Geschäftsstellen geschlossen werden. Auch in Mecklenburg-Vorpommern wird perspektivisch das Geschäftsstellennetz ausgedünnt – von derzeit 21 auf später nur noch elf. Dennoch wird sich der Service für die Versicherten nicht verschlechtern, im Gegenteil, beteuert Bernd Schulte. Ausführliche Befragungen hätten ergeben, dass Versicherte sich in erster Linie eine kompetente Beratung am Telefon wünschten. Die Kasse würde darauf reagieren und bundesweit sechs Telefonzentralen einrichten, so Schulte – allerdings keine davon bei uns im Bundesland. Hier, in Güstrow, solle aber ein Bearbeitungszentrum mit ca. 200 Beschäftigten entstehen, in dem ambulante Leistungen aus dem gesamten Bundesgebiet bearbeitet werden.

„Ein weiterer Wunsch unserer Versicherten sind verlängerte Öffnungszeiten der Geschäftsstellen“, nennt Schulte ein anderes Umfrageergebnis. Kritik habe es daran gegeben, dass Niederlassungen zum Teil nur stundenweise geöffnet hätten, so dass Versicherte oft erst telefonisch oder im Internet erkunden mussten, wann sie vor Ort jemanden erreichen. Damit soll künftig Schluss sein: „Alle unsere verbleibenden Geschäftsstellen werden einheitliche und im Vergleich zu heute deutlich längere Öffnungszeiten haben“, verspricht Schulte. Angedacht sind außerdem ein Ausbau des Internetangebots – „inklusive einer Anleitung für Versicherte, die damit noch nicht so vertraut sind“. Und für diejenigen, die persönlich betreut werden wollen, aber nicht (mehr ) in eine Geschäftsstelle kommen können, soll die mobile Beratung ausgebaut werden. „Schon heute sind Haus- und Firmenbesuche gang und gäbe – dieses Angebot wollen wir aber noch weiterentwickeln“, so Schulte.


zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen