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Mobile Beratung und neue Arbeitsplätze : Barmer reduziert Geschäftsstellennetz

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

versicherte müssen sich auf Änderungen einstellen: Ab heute arbeitet die Kasse in neuen Strukturen

svz.de von
erstellt am 18.Apr.2017 | 05:00 Uhr

268 000 Versicherte der Barmer in Mecklenburg-Vorpommern müssen sich auf Änderungen in der Kundenbetreuung einstellen. Ab heute arbeitet die Kasse, bei der nach der AOK die meisten Menschen im Land versichert sind, in neuen Strukturen. Nach wie vor wird in elf Geschäftsstellen persönlich beraten – das sind allerdings nur noch halb so viele wie 2014, als die Krankenkasse ihre bundesweite Reorganisation startete. Einige der einst 21 Geschäftsstellen im Land hatten ohnehin nur stundenweise geöffnet oder waren mit nur einer Mitarbeiterin bzw. einem Mitarbeiter besetzt, so Barmer-Landesgeschäftsführer Henning Kutzbach. Und das Gros der Versicherten hätte längst in erster Linie telefonisch oder über das Internet Kontakt mit der Kasse aufgenommen, statt in eine Geschäftsstelle zu kommen. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigungen würden immer mehr Barmer-Versicherte ihrer Kasse über eine spezielle App zustellen.

„Wir haben uns außerdem Kundenströme angeschaut und so zum Beispiel mitbekommen, dass viele unserer Versicherten aus Ludwigslust schon immer die Geschäftsstelle in Schwerin aufgesucht haben, weil sie in der Landeshauptstadt arbeiten“, erläutert der Landesgeschäftsführer.

Die Schließung der Geschäftsstellen – außer in Ludwigslust unter anderem auch in Grevesmühlen, Hagenow und Parchim – sei überwiegend 2016, zum Teil schon vor mehr als einem Jahr erfolgt, so Kutzbach, der betont: „Es gab daraufhin keine Beschwerden.“ Zurückzuführen sei das vor allem auf die mobilen Beratungsangebote, die die Kasse seit längerem unterbreitet und die sie jetzt noch intensivieren wird. „Wenn Kunden nicht mehr zu uns kommen können, dann fahren wir zu ihnen.“ Vor allem ältere Versicherte, die auf dem Land leben, würden davon profitieren.

Mecklenburg-Vorpommern ist das letzte Bundesland, in dem die Krankenkasse ihre Neustrukturierung abgeschlossen hat. Bundesweit hat die Barmer die Hälfte ihrer Geschäftsstellen geschlossen und 3500 Arbeitsplätze abgebaut. Hierzulande hat sie aber sogar neue geschaffen: In Güstrow werden jetzt zentral Anträge auf ambulante Leistungen aus dem ganzen Bundesgebiet bearbeitet. Das Gros der rund 200 Mitarbeiter im neuen Bearbeitungszentrum hat Kutzbach zufolge früher in Barmer-Geschäftsstellen gearbeitet. „Es gab aber auch cirka 30 Neueinstellungen.“

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