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Güstrower Einwohner unzufrieden : Bankrotterklärung für die Prahmstraße

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Dietmar Krüger wohnt seit 1972 in der Prahmstraße. Aber mit ihrer Entwicklung in den vergangenen sechs Jahren ist er sehr unzufrieden. Seit 2006 bemüht er sich, verantwortliche Behörden für die Straße zu sensibilisieren.

svz.de von
erstellt am 01.Aug.2012 | 07:12 Uhr

Güstrow | Dietmar Krüger wohnt seit 1972 in der Prahmstraße. Aber mit ihrer Entwicklung besonders in den vergangenen sechs Jahren ist er als Steuerzahler sehr unzufrieden. Seit 2006 (!) bemüht er sich, verantwortliche Behörden für die Straße zu sensibilisieren. Auch die SVZ schaltete er ein, andere Bürger folgten ihm. Seit 2008 veröffentlichte unsere Zeitung zur Prahmstraße acht größere Beiträge. Aber auch Gespräche mit Bürgermeister Arne Schuldt sowie mit dem Landkreis halfen nicht. Am Dienstagnachmittag startete Dietmar Krüger einen neuen Versuch, um als Bürger gehört zu werden und endlich Veränderungen einzufordern, weil er die Nase voll hat und nichts passiert. Er hatte Friedhelm Böhm, den Stadtpräsidenten, eingeladen. Der brachte Hans-Peter Schröder, Leiter des Stadtbauhofs, mit. 15 Anwohner brachten ihre Kritik vor. Die hatte es in sich.

Probleme: Bauzaun, Pflaster, Vorflut, Ex-LMB, Weidenweg

SVZ dokumentiert sie als Bankrotterklärung für die Prahmstraße. Im Zeitraffer: Die Ecke Prahmstraße/Rostocker Straße. Meterhoch steht das Unkraut und ragt an dem Grundstück, auf dem ein Haus abgerissen wurde, heraus. Hier kann keiner mehr gehen. Nur wenige Meter weiter gibt es seit 2006 eine ewige Baustelle - die Prahmstraße 8 -, seit Jahren halbseitig mit einem Bauzaun bis zur Mitte der Straße abgesperrt. Eine Hälfte des Hauses steht, die andere ist zum Teil abgerissen.

Unzufriedenheit äußert Dietmar Krüger auf dem Weg zum nächsten Problemfall über die Unsauberkeit in der Straße. Erhardt Steinbrink bringt die seit der Wende (!) nicht mehr gereinigte Vorflut hinter der Prahmstraße zur Sprache. Das führt regelmäßig zu Überschwemmungen, auch im Weidenweg, ein weiterer Kritikpunkt. Krüger: "Der ist so zugewachsen, dass ein älterer Mensch Probleme hat dort zu gehen, geschweige mit dem Rollstuhl durchzukommen."

Inge Fender regt sich wie viele andere über den gepflasterten Teil der Straße auf. Nachdem hier vor drei Jahren der Abwasserkanal erneuert wurde, wurden Pflasterung, fehlende Regeneinläufe und eine ungenügende Verdichtung moniert.

Letzte Station war das ehemalige LMB-Gelände, auf dem Eigenheime errichtet werden sollten. Anwohner sind sich einig: "Das ist zu einer der größten Müllkippen in Güstrow geworden." Fazit: In der Prahmstraße hat sich die Lebens- und Wohnqualität verschlechtert und keiner hilft. Hans-Peter Schröder dokumentierte Dienstag alles. Am 29. August, 14 Uhr, erfolgt ein Treff zur Auswertung. SVZ wird dabei sein.

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