Starke Unterschiede in MV : Banken kassieren bei Dispozinsen ab

Rutschen Bankkunden mit ihrem privaten Girokonto ins Minus, können zum Teil hohe Dispozinsen anfallen.
Rutschen Bankkunden mit ihrem privaten Girokonto ins Minus, können zum Teil hohe Dispozinsen anfallen.

Vergleiche lohnen sich: Selbst bei den Sparkassen in MV gibt es große Unterschiede

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14. März 2016, 21:00 Uhr

Die Zinsen sind seit Jahren auf historischen Tiefstständen – wer allerdings sein Girokonto wegen einer kaputten Waschmaschine oder einer fälligen Autoreparatur überzieht, wird kräftig zur Kasse gebeten. Die Zinsen für einen Dispokredit liegen auch in Mecklenburg-Vorpommern bei vielen Sparkassen und Banken im zweistelligen Bereich.

Dabei sind die Unterschiede zwischen den einzelnen Kreditinstituten im Land beachtlich, wie eine Auswertung des Recherche-Netzwerks Correctiv und der Frankfurter Allgemeinen Zeitung belegt.

Den höchsten Zinssatz für einen Dispokredit im Nordosten kassiert die Sparkasse Mecklenburg-Strelitz mit Sitz in Neustrelitz. Sie verlangt 12,35 Prozent. Den niedrigsten Zinssatz hat dagegen die Sparkasse Mecklenburg-Nordwest mit Sitz in Wismar mit 8,39 Prozent. Der Unterschied beträgt fast vier Prozent. „Wer auf Grund seiner Einkommensverhältnisse regelmäßig auf den Dispo zurückgreifen muss, sollte vergleichen und trotz des damit verbundenen Aufwands eventuell die Bank oder die Sparkasse wechseln“, rät die Verbraucherzentrale Mecklenburg-Vorpommerns.

Knapp über dem Bundesdurchschnitt liegen die Dispozinsen der Sparkasse Mecklenburg-Schwerin mit 11,53 Prozent. Die hohen Zinsen begründet Vorstandsmitglied Ulrich Kempf mit den Kosten, die bei Dispokrediten höher seien als bei anderen Kreditformen. „Dies hat beispielsweise etwas mit höheren Ausfallrisiken und mehr Aufwand für die laufende Bearbeitung zu tun.“

Bei Überziehungen über den vereinbarten Dispokredit hinaus klettern die Zinsen bei der Schweriner Sparkasse auf 16,53 Prozent. Der Aufschlag sei gerechtfertigt, weil die Ausfallrisiken nochmals deutlich steigen würden, teilte die Sparkasse auf Nachfrage mit. Bei der Ostseesparkasse Rostock liegen dagegen Dispo- und Überziehungszins gleichermaßen bei 9,54 Prozent.

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