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Aktion “Schlemmen im Advent“ : Ball gegen Kochlöffel eingetauscht

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Der ehemalige Handball-Profi Peter Larisch führt seit über 30 Jahren sein Restaurant in Goldberg

svz.de von
erstellt am 30.Sep.2014 | 18:32 Uhr

Der Name Larisch hat in Goldberg bereits eine lange Tradition. „Wir sind seit rund 100 Jahren hier in der Stadt präsent“, erzählt Peter Larisch. Und der Familienname stand schon immer in Verbindung mit Essen. „Ursprünglich stamme ich aus einer Konditor-Familie, meine Eltern waren dann die ersten, die eine Gaststätte betrieben“, so der Mecklenburger.

Im Jahr 1967 ging auch Peter Larisch in die Kellner-Lehre, doch nach Abschluss schlug der geborene Goldberger erst einmal einen anderen Weg ein. „Ich habe mich für den Handball entschieden“, erzählt der 64-Jährige. Peter Larisch wurde Handball-Profi. Mit dem SC Leipzig wurde er in der Saison 1971/72 ungeschlagen DDR-Meister. 1972 gehörte er zur Nationalmannschaft der DDR, die bei Olympia 1972 in München spielte und den vierten Platz belegte und ab 1986 spielte Larisch bei Post Schwerin. Er bestritt über 500 Spiele für Post und war mit 154 Toren in der Saison 1979/80 der beste Torwerfer der DDR-Oberliga. Doch schon einige Jahre später schien es mit seinem Traum vorbei: „Das rechte Kreuzband war gerissen und ich dachte, ich kann nie wieder Handball spielen“, erinnert sich Larisch. Er kehrte zurück in die Heimat und zur Gastronomie.

Seit 32 Jahren steht Larisch nun in der Küche, hat den Handball sozusagen gegen den Kochlöffel eingetauscht. „Als ich das Okay vom Arzt bekam, habe ich am Anfang noch etwas Handball gespielt, aber es war sehr stressig“, so Larisch. Morgens wurden vier Stunden Training in Schwerin absolviert, ab mittags stand der Goldberger dann in der Küche – bis in die Nacht hinein. „Es war eine sehr intensive Zeit, und irgendwann habe ich mich dann ganz für das Restaurant entschieden“, so Larisch.

Gemeinsam mit seiner Frau Simone betreibt Peter Larisch sein Restaurant, das sich durch seine Mecklenburger Küche auszeichnet. „Wir kochen fast ausschließlich mit frischen und regionalen Produkten“, so der Inhaber. „Ich lasse mir gern saisonal etwas Neues einfallen und probiere immer wieder neue Gerichte aus“, erzählt Larisch, der sich das Kochen selbst beibrachte. „Aber der Mecklenburger will auch immer wieder die traditionellen Sachen essen. Da darf die Soljanka auf der Speisekarte nicht fehlen.“ Und in Hinblick auf die kommende kalte Jahreszeit ist auch der deftige Braten ein Muss in der Küche von Peter Larisch. „Im Advent wollen die Gäste die traditionelle Ente oder den Krustenbraten mit jeder Menge Soße“, so der Koch. Spezialisiert hat sich das Restaurant Larisch zudem auf Familienfeiern, für die individuelle Menüs zusammengestellt werden. „Ich freue mich dann immer besonders, wenn mal ein Fünf- bis Sechs-Gänge-Menü bestellt wird. Dann kann ich richtig kreativ werden“, so Larisch. „Es fordert, aber es macht auch Spaß“, schwärmt der ehemalige Handball-Profi, der seine neue Herausforderung in der Küche fand.

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