Mann stirbt in Wolgast : Balkonsturz: Schaulustige behindern Rettung

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Foto: Tilo Wallrodt

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17. Juni 2015, 07:50 Uhr

Unschöne Szenen die sich am Abend in Wolgast Nord abspielten. Nach ersten Zeugenaussagen stürzte eine Person gegen 20.45 Uhr vom Balkon im dritten Stock (2.OG) in der Maxim-Gorki Straße. Anwohner fanden den schwer verletzten Mann vor dem Haus und alarmierten den Rettungsdienst. Auf Grund der schweren Verletzungen wurde ein Rettungshubschrauber hinzugezogen. Gegen 21.25 Uhr landete Christoph 48 (stationiert in Neustrelitz) auf einer Freifläche zwischen der Maxim Gorki Straße und der Baustraße.

Dann die unfassbaren Szenen. Während der schwer verletzte Mann im Rettungswagen behandelt wurde und in den Hubschrauber übernommen werden sollte, belagerten unzählige Schaulustige aller Altersklassen den Hubschrauber unmittelbar nach der Landung. Selfies vor, Gruppenfotos auf dem Hubschrauber waren zu beobachten. Schwerstarbeit für Pilot und Notarzt in der jede Minute im Rettungseinsatz zählte. Erst mit Unterstützung der Polizei konnte der belagerte Hubschrauber (Wert über 3 Millionen Euro) von der aufgebrachten ''Meute'' befreit werden.

Bei der Umsetzung vom Rettungswagen in den Helikopter mussten Angehörige und Sanitäter Decken benutzen, um den Verletzten vor Blicke und Handyaufnahmen zu schützen. Gegen 21.56 Uhr konnte Christoph 48 ungehindert starten, zu der genauen Unglücksursache können derzeit noch keine genauen Angaben gemacht werden. Die Polizei ermittelt. Während der Landung war die Robert-Koch Straße für etwa 20 Minuten voll gesperrt.

Am Vormittag bestätigte die Polizei gegenüber unserer Redaktion, dass der verunglückte Mann seinen schweren Verletzungen erlegen ist.

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