Schwerin : „Bajazzo" vereint viele Nationen

So bunt ist Theater: Die Mitwirkenden der Bajazzo-Inszenierung kommen aus vielen Ländern und verstehen sich prächtig. Foto: Unger
So bunt ist Theater: Die Mitwirkenden der Bajazzo-Inszenierung kommen aus vielen Ländern und verstehen sich prächtig. Foto: Unger

Theater ist international und lebt diese Internationalität völlig selbstverständlich. Die Sänger des polnischen Rachwal-Chores laden traditionell zur gemeinsamen Abschiedsparty aller Akteure ein.

svz.de von
19. Juli 2012, 11:56 Uhr

Altstadt | Theater ist international und lebt diese Internationalität völlig selbstverständlich. Die Sänger des polnischen Rachwal-Chores, seit vielen Jahren Stammgäste der Schweriner Schlossfestspiele, laden an ihrem letzten freien Abend traditionell zur gemeinsamen Abschiedsparty aller Akteure ein. In diesem Jahr bot sich dafür die Zirkuswelt direkt am Roncalli-Zelt auf dem Alten Garten geradezu an. Chorsänger, Solisten und Statisten der Aufführung feierten gemeinsam mit dem internationalen Team der Akrobaten und Artisten von Circus Roncalli, hinzu kamen die Bühnentechniker und der Einlassdienst des Theaters, der Wachdienst, die Korrepetitoren und Dirigenten. Auch der amtierende Generalmusikdirektor war vertreten. Und zwischendrin sehr aufgeschlossen der Generalintendant, höchst zufrieden mit der "Bajazzo"-Inszenierung und sehr angetan von dem freundlichen Fest: "So bunt stelle ich mir Schwerin vor. Hier wird multikulturelles Zusammensein vorgelebt", so Joachim Kümmritz.

Ella Rachwal, die Chefin des polnischen Chores, hatte mit ihren Sängern alles bestens organisiert. Gegrilltes, Salate, Brot, Wein und polnischer Likör machten den Abend zu einer sehr herzlichen Begegnung. Seit 2001, dem Jahr der legendären "Nabucco-Aufführung", sind die polnischen Sänger von den Schlossfestspielen nicht mehr wegzudenken. Bei allen sommerlichen Aufführungen waren sie seither vertreten. Für sie ist Schwerin ein tolles musikalisches Pflaster. "Hier kommen wir immer wieder gerne her. Hier wird Freundschaft gepflegt. Schwerin ist etwas Besonderes. Die Kollegialität am Theater ist unübertroffen. Hier fühlen wir uns wohl", betonte Ella Rachwal. Nach der letzten Aufführung am Sonntag reisen die Polen zurück und hoffen, im nächsten Jahr wieder bei den Schlossfestspielen singen zu dürfen.

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