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Terminverschiebung : Bahnstrecke Rostock-Berlin weiter gesperrt

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Die Sperrung der Bahnstrecke Rostock-Berlin über Neustrelitz und Fürstenberg wird über den ursprünglich angekündigten Termin Ende April hinaus aufrechterhalten werden. Das bestätigte die Bahn gestern auf Anfrage.

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erstellt am 04.Feb.2013 | 06:55 Uhr

Neubrandenburg/Berlin | Die Sperrung der Bahnstrecke Rostock-Berlin über Neustrelitz und Fürstenberg wird über den ursprünglich angekündigten Termin Ende April hinaus aufrechterhalten werden. Das bestätigte die Bahn gestern auf Anfrage. Auf einen neuen Termin für die Wiederaufnahme des durchgehenden Zugverkehrs zwischen Rostock und Berlin wollte sich Burkhard Ahlert, Bahnsprecher für Berlin, Brandenburg und Mecklenburg-Vorpommern, noch nicht festlegen.

Die Terminverschiebung soll noch im Laufe dieser Woche offiziell bekannt gegeben werden. Der NDR hatte am vergangenen Wochenende gemeldet, dass Personen- und Güterzüge zwischen Ostsee und Hauptstadt erst im Juni wieder rollen könnten. Und auch dann teilweise vorerst nur eingleisig.

Zu den Verzögerungen auf der 198 Kilometer langen Baustelle war es nach Auskunft von Gabriele Einnatz von der DB Projektbau in Schwerin unter anderem durch einen zehntägigen totalen Baustopp wegen einer Anwohnerklage gegen zu erwartende Lärmbelästigung gekommen. Außerdem mussten mehr als 4000 Verdachtspunkte für Kampfmittel aus dem 2. Weltkrieg, überprüft werden, hatte die Projektleiterin vor wenigen Tagen eingeräumt. "Der Umfang der Räumungsmaßnamen war im Voraus nicht erkennbar. Wir wussten aus dem Planfeststellungsverfahren: Da ist im Krieg etwas passiert." Den realen Umfang jedoch habe keiner vorhersagen können, so Einnatz über die aktuelle Situation auf den Baustellen zwischen Birkenwerder und Neustrelitz.

Um die ausfallenden Züge zu ersetzen, ist von der DB Regio AG Nordost in Kooperation mit dem Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg seit Anfang September 2012 ein Ersatzkonzept mit Bussen auf der Bundesstraße 96 zwischen Neustrelitz und Birkenwerder umgesetzt worden. Der monatelange Schienenersatzverkehr führte für viele Fahrgästen und vor allem Berufspendler zu Einschränkungen, Erschwernissen und teilweise zu Verspätungen. Für den Güterverkehr werden Züge weiträumig umgeleitet oder Fracht von der Schiene auf die Straße verlegt und auf Umwegen zu den Bahn-Kunden transportiert.

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