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Nürnberg : Bahnreisende sollen besser informiert werden

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Bessere Optik, mehr Information für die Reisenden und ein Ausbau des Netzes: Die Deutsche Bahn hat knapp die Hälfte ihrer Bahnhöfe modernisiert und neue Strecken für schnellere Verbindungen gebaut.

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erstellt am 01.Feb.2012 | 11:24 Uhr

Nürnberg | Bessere Optik, mehr Information für die Reisenden und ein Ausbau des Netzes: Die Deutsche Bahn hat in den vergangenen drei Jahren knapp die Hälfte ihrer Bahnhöfe modernisiert und neue Strecken für schnellere Verbindungen gebaut. Die Bundesregierung hatte dafür rund 1,4 Milliarden Euro aus Mitteln des Konjunkturprogramms bereitgestellt, weitere 100 Millionen Euro investierte das Unternehmen aus eigener Tasche. "Das Ergebnis des Konjunkturprogramms ist ein Gewinn für alle Bahnkunden", sagte Bahnchef Rüdiger Grube gestern zum offiziellen Abschluss der Maßnahmen am Nürnberger Hauptbahnhof.

"Sechs Millionen Reisende profitieren täglich davon." Doch es gibt auch Kritik: Dem Fahrgastverband Pro Bahn gehen die Maßnahmen nicht weit genug.

2100 der rund 5400 Personenbahnhöfe haben laut Bahn eine Art Frischzellenkur erhalten. Die meisten davon wurden mit digitalen Anzeigetafeln ausgestattet, andere bekamen neue Wetterschutzhäuschen - oder wurden behindertengerecht umgebaut. Allein in neue Aufzüge, Rampen und Rolltreppen flossen 55,7 Millionen Euro. Zudem wurden zahlreiche Empfangsgebäude energetisch saniert und besser gedämmt oder denkmalgerecht renoviert - zum Beispiel an den Hauptbahnhöfen Osnabrück, Dessau, Eisenach, Worms, Rosenheim und Konstanz.

Die meisten Stationen wurden in Baden-Württemberg (368) und Nordrhein-Westfalen (359) saniert, gefolgt von Bayern (250) und Hessen (223). Schlusslicht ist Bremen mit neun Bahnhöfen. Von den Verbesserungen profitieren den Angaben zufolge vor allem Reisende in ländlichen Gebieten. "Ein besonderer Schwerpunkt des Konjunkturprogramms lag auf der Modernisierung kleiner und mittlerer Bahnhöfe", sagte Grube.

Neben mehr Komfort sollen Fahrgästen hier auch bessere Anbindungen zugutekommen. In neue Schienennetze und schnellere Verbindungen investierte der Bund 960 Millionen Euro. Reisende von Berlin nach Görlitz sind jetzt beispielsweise rund 100 Stundenkilometer schneller unterwegs.

Rund 650 Millionen Euro flossen nach Angaben von Bahn und Ministerium in laufende Bauprojekte. Das kam vor allem den Strecken Nürnberg-Erfurt, Karlsruhe-Basel, Mainz-Mannheim, Berlin-Görlitz, die Anbindung des Flughafens Berlin Brandenburg und der Mitte-Deutschland-Verbindung zugute. Jeweils rund 115 Millionen Euro seien in bestehende Strecken des Regionalverkehrs und Stellwerke investiert worden.

Verkehrsminister Peter Ramsauer (CSU) wertete das Konjunkturprogramm als Erfolg. Bis 2015 stellt der Bund eine Milliarde Euro zusätzlich für Verbesserungen im Schienenverkehr bereit.

Bahnchef Grube kündigte für die kommenden Jahre weitere Verbesserungen an. "Bis 2014 erhalten fast alle Bahnhöfe einen Wetterschutz", sagte er. Reisende könnten sich bis 2015 zudem an 2500 weiteren Bahnhöfen über digitale Schriftanzeigen informieren. "Es muss jetzt weitergehen", sagte Grube. "Die Bahnhöfe sind das Tor zur Bahn, deshalb wollen wir die Attraktivität der Bahnhöfe weiter verbessern."

Die wichtigsten Projekte

Umweltfreundlichkeit:

31 Bahnhöfe wurden energiesparend umgebaut.

28,2 Millionen Euro flossen in eine bessere Dämmung von Dächern, Kellerdecken und Fassaden. Alte Fenster wurden ausgetauscht.

Bessere Information:

Mehr als 1730 Bahnhöfe

bekamen digitale Anzeigetafeln. Fahrgäste können sich so schneller über Verspätungen oder Reiseverbindungen

informieren. Kosten:

34,1 Millionen Euro

Schönere Optik:

Mit 83 Millionen Euro floss der Löwenanteil in ein moderneres Erscheinungsbild. 586 Bahnhöfe wurden neu ausgestattet.

Erleichterter Zugang:

Auf 77 Bahnhöfen haben es Menschen mit Handicap laut Bahn künftig einfacher. Mit 55,7 Millionen Euro wurden Aufzüge, Rolltreppen und neue Rampen gebaut.

Besserer Wetterschutz:

Auf 213 Bahnhöfen wurden Bahnsteighallen und -dächer saniert. Hinzu kamen neue Wetterschutzhäuschen.

Kosten: 52,4 Millionen Euro.

Mehr Sicherheit:

Viele Bahnsteige und Unterführungen sind nun besser beleuchtet. An 334 Bahnhöfen

ist es für Reisende dadurch sicherer geworden. Kosten:

68,9 Millionen Euro.


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