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Folgen von Orkan Xavier : Bahnreisende müssen auch zum Wochenstart Geduld mitbringen

vom
Aus der Onlineredaktion

Der Ausnahmezustand ist beendet. Im Bahnverkehr hakt es an vielen Stellen aber noch.

svz.de von
erstellt am 08.Okt.2017 | 20:55 Uhr

In Mecklenburg-Vorpommern müssen Bahnreisende vier Tage nach Sturmtief „Xavier“ wohl auch zum Wochenstart noch Geduld mitbringen. Zumindest ein Teil der Strecke zwischen Berlin und Hamburg sollte morgen wieder freigegeben werden, von 6 Uhr an sollten die ersten Züge eingleisig fahren, hieß es heute. In die andere Richtung – von Berlin nach Hamburg – könne die Strecke voraussichtlich erst am Mittwoch wieder freigegeben werden. Von Berlin aus in Richtung Hamburg müssten die Züge weiter über Stendal und Uelzen umgeleitet werden, sagte ein Bahnsprecher am Sonntagnachmittag.

Inzwischen kämen Reisende mit der Bahn aber wieder in alle Himmelsrichtungen. „Wenn auch nicht immer auf dem gewohnten Weg“, wie ein Unternehmenssprecher sagte.

Am Wochenende leitete die Bahn Reisende mit Zielen in Süd- und Westdeutschland von Berlin aus zunächst über Jüterbog nach Leipzig um. Von dort fuhren Züge weiter über Erfurt und Fulda nach West- und Süddeutschland. Inzwischen kämen Reisende mit der Bahn wieder in alle Himmelsrichtungen, so der Bahnsprecher am Sonntag. „Wenn auch nicht immer auf dem gewohnten Weg.“ Auch im Nahverkehr sei ein Großteil der Strecken wieder befahrbar.

In Brandenburg gab es aber weiter zahlreiche Behinderungen, weil entwurzelte Bäume die Oberleitungen beschädigt hatten. Das größte Problem im Regionalverkehr war am Sonntag die Strecke RE2 von Berlin nach Cottbus. Hier war zunächst unklar, ob sie am Montag mit dem Berufsverkehr wieder genutzt werden kann, wie die Bahn mitteilte.

Auch im Nahverkehr sei ein Großteil der Strecken wieder befahrbar. An den Bahnhöfen habe sich die Situation ebenfalls deutlich entspannt. Die Fahrgäste informierten sich in der Regel gut vor Reisebeginn.

Die Züge zwischen Schwerin und Berlin sollten voraussichtlich auch von heute an wieder fahren, sagte der Sprecher. Das sei allerdings nur eine Prognose. Der Bahnsprecher verwies auf die im Internet veröffentlichte Karte zu Einschränkungen im Netz. Diese sei immer auf dem aktuellen Stand. Angesichts der Masse an Informationen seien Hinweise über Twitter möglicherweise nicht der beste Weg.

Insgesamt hatten umgestürzte Bäume und heruntergerissene Äste nach Angaben der Bahn an mehr als 500 Stellen entlang der Strecke Schäden in Nord- und Ostdeutschland angerichtet. Mehr als 1000 Kilometer seien betroffen gewesen.

Die Bahn bat ihre Kunden, ihre Reisen falls möglich zu verschieben. Die Tickets sollten für die gebuchten Verbindungen bis zum 15. Oktober gültig bleiben.

 

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