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Mecklenburg-Vorpommern

20. November 2017 | 20:25 Uhr

Neubukow : Bahnhof für junge Künstler

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nordische Kunstakademie soll kulturelles Leben in die Region um Neubukow und Kröpelin bringen

svz.de von
erstellt am 08.Sep.2016 | 12:00 Uhr

In Neubukow laufen derzeit die Planungen zur Etablierung der „Nordischen Kunstakademie“. Wie der Vorsitzende der Kröpeliner Kultur-Gesellschaft „de Drom“, Hubertus Wunschik, berichtete, wurde dazu jüngst der alte Bahnhof der Kleinstadt am Salzhaff ersteigert. In der Akademie sollen junge engagierte Künstler nach dem Abschluss ihres Studiums Gelegenheit zum intensiven Arbeiten finden. Als Schirmherr konnte der weltweit bekannte Künstler Günther Uecker gewonnen werden, der selbst in der Region aufgewachsen ist und heute in Düsseldorf lebt, sagte Wunschik.

In Neubukow soll ein interdisziplinäres Aufbaustudium im Bereich der Bildenden Künste angeboten werden. Den jungen Künstler stünden gestandene Künstlerpersönlichkeiten aus der internationalen Kunstszene als Lehrer zur Verfügung, die zunächst in drei- bis sechswöchigem Rhythmus unterrichten. Wunschik geht davon aus, dass die Arbeit 2017 mit einer Sommerakademie beginnen wird. Er strebt auch eine Zusammenarbeit mit der Fachhochschule Wismar an.

Bürgermeister Roland Dethloff (parteilos) freut sich auf die Akademie und schaut gespannt auf die weitere Entwicklung. Ob die Stadt dem Projekt konkret helfen kann, hänge vom kommunalen Haushaltsspielraum ab. „Im Rahmen der Möglichkeiten werden wir es unterstützen, aber dazu bedarf es der politischen Willensbildung.“ Der wolle er aber nicht vorweggreifen.„Es ist ein Experiment mit vielen kleinen Pflänzchen“, sagt Wunschik.

Es sei ja auch das Ziel der Politik, junge Leute ins Land zu holen und auch hier zu halten. Orte der Nordischen Kunstakademie werden die ehemaligen Bahnhofsgebäude in Kröpelin und Neubukow sein. Sie liegen acht Kilometer voneinander entfernt. Dabei soll Neubukow das Zentrum der Kunstakademie mit Ateliers, Werkstätten und die Studentenzimmer werden. Im Kröpeliner Bahnhof finden sich Seminar- und Ausstellungsräume sowie Veranstaltungslokale.

Der Verein „de Drom“ (niederdeutsch „der Traum“) hat sich das Ziel gesetzt, Kultur, Bildung und Gemeinwesen in der Regiopole Rostock zu fördern.

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