Verkehr MV : Bahn-Warnstreik: Zugausfälle auch in MV - so gibt es Geld zurück

Eine Regionalbahn der Linie RE 3 Berlin steht ohne Personal im Hauptbahnhof Stralsund.

Eine Regionalbahn der Linie RE 3 Berlin steht ohne Personal im Hauptbahnhof Stralsund.

Ein Bahnstreik hat im Norden zu massiven Zugausfällen und Einschränkungen geführt. Diese trafen vor allem Reisende im Fernverkehr und Pendler.

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10. Dezember 2018, 10:31 Uhr

Der bundesweite Warnstreik bei der Deutschen Bahn hat auch in Mecklenburg-Vorpommern am Montagmorgen zu teils massiven Einschränkungen geführt. Wie ein Bahnsprecher sagte, waren alle Fernverbindungen eingestellt worden. Auch die Regionallinien Rostock-Wismar, Stralsund-Berlin oder Rostock-Schwerin-Hamburg waren betroffen (Weiterlesen: Schwerin ans ICE-Netz angeschlossen). Den Angaben zufolge fuhren die S-Bahnen zwischen Rostock und Warnemünde jedoch regulär.

In Neubrandenburg mussten Reisende stundenlange Verspätungen in Ost-Westrichtung und in Nord-Südrichtung hinnehmen. Auf den Strecken Lübeck-Güstrow-Neubrandenburg-Stettin und Neubrandenburg-Ueckermünde gab es Verzögerungen bis zu zwei Stunden. Auch die Strecke Berlin-Neustrelitz-Rostock war betroffen.

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"Einfach nur geisteskrank": So schimpfen Bahnkunden über den Streik

In Stralsund  weist eine Informationstafel im Hauptbahnhof auf 'Zugausfälle' hin.
Stefan Sauer/dpa

In Stralsund  weist eine Informationstafel im Hauptbahnhof auf "Zugausfälle" hin.

Hintergrund sind Tarifverhandlungen für rund 160 000 Beschäftigte mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft (EVG). Besonders ärgerlich sei es sowohl für die Reisenden als auch für DB selbst gewesen, dass auch die Informationssysteme auf bahn.de/aktuell und im DB-Navigator bestreikt wurden, teilte die Bahn mit. So blieben die Reisenden oft ohne weitere Hilfestellung. Wie von der Bahn angekündigt, blieben die Behinderung teilweise auch nach dem offiziellen Streikende um 9.00 Uhr bestehen.

Der Konzern hatte Bahnkunden vorab geraten, Reisen möglichst auf den Dienstag zu verschieben. Für bestimmte Spartickets wurde die Zugbindung aufgehoben. Fernverkehrstickets behalten ihre Gültigkeit und können bis einschließlich Sonntag (16.12.) genutzt werden. Im Fall von Reiseabsagen wegen des Warnstreiks sind Erstattungen von Tickets und Reservierungen geplant. (Weiterlesen: Bahnstreik: So gibt es Geld zurück – diese Rechte haben Reisende)

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Die Bahn führt derzeit mit zwei Seiten Tarifgespräche - zum einen mit der EVG, zum anderen mit der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL). Mit der GDL kommt die Bahn am Dienstag in Eisenach wieder zusammen. Dort droht nicht so schnell ein Arbeitskampf: Die GDL darf wegen einer Vereinbarung erst streiken, wenn vorher eine Schlichtung gescheitert ist. (Weiterlesen: Wie die EVG den Bahnverkehr lahmlegt)

Anders ist das bei der EVG. Die Bahn hatte drei Tage lang separat mit beiden Gewerkschaften verhandelt. Beide Gewerkschaften hatten ursprünglich 7,5 Prozent mehr Geld gefordert. Die EVG brach die Gespräche ab und rief zum Warnstreik auf, weil das Lohnangebot der Bahn aus ihrer Sicht zu niedrig ist. Die Bahn sprach hingegen von einer „völlig überflüssigen Eskalation“.

Zum Tarifangebot gehörten nach Bahn-Angaben eine Entgelt-Erhöhung von insgesamt 5,1 Prozent in zwei Stufen und eine Einmalzahlung von 500 Euro. Anstelle der zweiten Stufe sollte den Mitarbeitern erneut die Möglichkeit eröffnet werden, mehr Freizeit zu wählen. Dies sollte nach Darstellung der EVG aber erst ab Anfang 2021 möglich sein.

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