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Bahn sieht keine Sicherheitsrisiken für Reaktortransport

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erstellt am 22.Okt.2007 | 07:27 Uhr

Lindow/Uelzen - Trotz erheblicher Sicherheitsbedenken von Atomkraftgegnern hält die Bahn am geplanten Transport des 110 Tonnen schweren Reaktors aus dem Kernkraftwerk Rheinsberg (Ostprignitz- Ruppin) ins Zwischenlager Nord nach Lubmin bei Greifswald am 30. Oktober fest. "Es können alle sicher sein, dass die Brücken auf der Bahnstrecke Rheinsberg-Löwenberg halten", sagte Bahnsprecher Holger Auferkamp. Sie sollen mit Abstützmaßnahmen zusätzlich gesichert werden. Den Reaktor umgibt ein rund 65 Tonnen schwerer Stahlmantel.

Bernd Ebeling von der Bürgerinitiative Uelzen (Niedersachsen) gegen Atomanlagen und Jan Becker von der Initiative "ContrAtom" warnten vor unkalkulierbaren Gefahren. "Wir halten einen Atomunfall für nicht ausgeschlossen", sagte Becker. Sie haben die Lindower Eisenbahnbrücken am Wochenende in Augenschein genommen und nach eigener Darstellung wacklige Bahnanlagen vorgefunden. "Die drei Bahnbrücken sind maroder als gedacht. Mit Sicherheit können sie diesen Schwerlasttransport nicht unbeschadet aushalten", meinte Ebeling und forderte: "Die Transportgenehmigung muss sofort aufgehoben werden."

Nach seiner Ansicht sollten unabhängige Fachleute die Statik der Brücken begutachten. "Die Vermutung liegt nahe, dass sich auf der Strecke noch weitere Brücken befinden, die für dieses Gewicht nicht geeignet sind." Wenn die Genehmigung nicht widerrufen wird, wollen die Atomkraftgegner per einstweiligem Rechtsschutz die zuständigen Brandenburger Ministerien, das Eisenbahnbundesamt und des Bundesamt für Strahlenschutz zum Umdenken zwingen.

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