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Wasserqualität in MV : Badestelle nahe Barth fällt bei Test durch

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Die Wasserqualität in Mecklenburg-Vorpommern ist gut. Die einzige Ausnahme ist die Glöwitzer Bucht am Barther Bodden

Der Badespaß in Mecklenburg-Vorpommern ist ungetrübt – mit einigen Ausnahmen. An der Glöwitzer Bucht bei Barth am Bodden gilt ein Badeverbot. Im jüngsten Badegewässer-Report der Europäischen Umweltagentur (EEA) bescheinigten die Prüfer der Badestelle eine mangelhafte Wasserqualität. Der gestern in Kopenhagen veröffentlichte Bericht basiert auf Daten aus dem Jahr 2015.

Die meisten anderen der rund 260 getesteten Badestellen an Mecklenburg-Vorpommerns Küste und Seen bekamen eine sehr gute bis gute Wasserqualität bescheinigt. Vier erhielten ein „Ausreichend“: Graal- Müritz Düne, Rerik Seebrücke, der Ploggensee in Grevesmühlen (Nordwestmecklenburg) und der Zeltplatzstrand Zicker-Zudar am Greifswalder Bodden.

Für zwei Badestellen konnte die EEA keine Bewertung abgeben, weil die Zahl der vorliegenden Proben nicht ausreichte. Dabei handelt es sich dem Report zufolge um Dahmen am Malchiner See und das Strandbad Sternberg am Sternberger See. Beide Badestellen hatten im Jahr zuvor nur ein „Unzureichend“ bekommen.

An der Badestelle in der Glöwitzer Bucht bei Barth wurde ein Schild mit der Aufschrift „Vom Baden wird abgeraten“ angebracht. Schon seit 2012 seien mangelhafte Werte ermittelt worden, heißt es dort. In warmen Sommermonaten könne es zur Algenblüte durch Cyanobakterien (Blaualgen) kommen. „Ursächlich für die zum Teil sporadisch auftretenden Verunreinigungen ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die landwirtschaftliche Nutzung des Umlandes sowie die Beweidung von ufernahen Flächen.“

Der flache Bodden, dessen Wasser sich im Frühjahr und Sommer rasch erwärmt, gilt als sehr nährstoffreich (eutrophiert), was für Algenwachstum sorgt.  Andere Badestellen am Bodden haben dennoch im Badegewässer-Report gute Wasserwerte bekommen, wie Saal, Wieck und Born auf dem Darß. Ein Sprecher des Landkreises Vorpommern-Rügen sagte, die Ursache für die ungenügende Wasserqualität in der Glöwitzer Bucht sei letztendlich nicht geklärt.

Die Glöwitzer Bucht ist eine von bundesweit fünf Badestellen, die im Badegewässer-Report der EA durchgefallen sind. In dem Report sind 2437 Badestellen erfasst. Am Vortag hatte das Gesundheitsministerium Mecklenburg-Vorpommerns aktuelle Messungen vom Mai 2016 vorgestellt. An 494 offiziellen Badestellen im Land wurden dazu Wasserproben genommen. In 477 und damit 96,5 Prozent der Fälle hätten die Gesundheitsämter ausgezeichnete oder gute Qualität festgestellt, hatte Ministerin Birgit Hesse (SPD) gesagt.

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