Staufrei zum Darß : B 105 soll Umgehung bekommen

 Grafik: dens
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Verkehrsministerium meldet Trasse um Mönchhagen und Rövershagen für Bundesverkehrswegeplan an.

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02. Februar 2014, 00:00 Uhr

Von Rostock staufrei nach Fischland/Darß – dieser Traum könnte ab 2020 wahr werden. Das Schweriner Verkehrsministerium hat gestern eine Ortsumgehung für die Gemeinden Rövershagen und Mönchhagen zur Aufnahme in den neuen Bundesverkehrswegeplan vorgeschlagen.

„Da die Maßnahme verkehrlich großen Sinn macht, nehmen wir die in Ausnahmefällen bestehende Möglichkeit wahr, die der Bund einräumt, und reichen dieses Projekt zur Überprüfung beim Bund nach“, so Verkehrsminister Christian Pegel (SPD). Laut IHK-Präsident Claus Ruhe Madsen sei dies „ein wichtiger Schritt zur langfristigen Verbesserung der Verkehrsanbindung für die gesamte Tourismusregion Fischland/Darß“.

Zeitgleich wurden in Schwerin auch die Ortsumgehungen für Neubukow, Bad Doberan sowie Sievershagen-Bargeshagen, die bei der ersten Vorschlagsliste im vergangenen Oktober keine Berücksichtigung fanden, noch einmal überprüft – und verworfen. „Das liegt unter anderem an Kriterien wie dem Kosten-Nutzen-Verhältnis. Wir melden nur Maßnahmen an, bei denen wir davon ausgehen können, dass sie genommen werden“, sagt Ministeriums-Sprecher Steffen Wehner.

Bei Mönchhagen/Rövershagen sei das der Fall. Auch wenn sich die Realisierung noch hinzieht. Erst nach 2016 und einer Entscheidung des Bundestages steht fest, welche Projekte das Land weiterplanen darf. Ein Baubeginn ist dann immer noch nicht abzusehen, weil der Bund die notwendigen Finanzmittel bereitstellen muss.

Deshalb freut sich Rövershagens Bürgermeisterin Dr. Verena Schöne (parteilos) auch nur verhalten über die Nachricht aus Schwerin. „Wir haben nur unter der Bedingung zugestimmt, dass innerhalb der nächsten drei Jahre etwas an den drei Ampel-Knotenpunkten der B 105 im Ort passiert, das zur Stau-Entschärfung beiträgt“, sagt sie. Laut Steffen Wehner sei das bereits im Gespräch und eine Maßnahmenliste erarbeitet. „Klar ist aber, das man das Problem nur lindern und nicht beheben kann“, sagt er.

Verena Schöne sieht das anders: „Bei uns im Ort gibt es auch Umgehungs-Gegner. Wenn die Maßnahmen klug geplant werden helfen, kann man ja nochmal schauen, ob solch eine sehr kostspielige Umgehung noch nötig ist“, sagt die Bürgermeisterin. Außerdem sei die Zustimmung der Gemeinde vorbehaltlich der Trassenführung erfolgt. Die liegt aber im Ministerium bisher nur als Idee vor und könnte sich laut des Sprechers im weiteren Prozess noch ändern.

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