Waren/Müritz : AWO-Gelder durchleuchtet

Ministerium wollte Klarheit über Verwendung von Fördermitteln

Das Sozialministerium in Mecklenburg-Vorpommern hat Fördermittel in Millionenhöhe an die Arbeiterwohlfahrt (AWO) in Waren/Müritz überprüft. Wie Ministeriumssprecher Christian Moeller gegenüber unserer Zeitung mitteilte, wurden für den Zeitraum ab 1997 sämtliche Förderverträge für den AWO-Kreisverband und die beiden gemeinnützigen Gesellschaften kontrolliert.

Demnach erhielt die AWO in Waren in den vergangenen 19 Jahren für Projekte und Investitionen Fördermittel in Höhe von rund zwei Millionen Euro . „Wir haben alle Vorgänge durchgesehen, aber keine Auffälligkeiten entdeckt“, sagte Moeller. Die Gelder seien korrekt abgerechnet worden.

Ausgelöst wurde die Überprüfung im Ministerium durch die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Neubrandenburg gegen den AWO-Kreisverband an der Müritz. Die Staatsanwaltschaft führt gegen den ehemaligen Kreisgeschäftsführer sowie gegen den inzwischen zurückgetretenen Kreisverbandsvorsitzenden Verfahren wegen des Verdachts der Untreue. Da wurde das Ministerium offenbar hellhörig. „Wir haben uns entschieden die AWO-Verträge nochmals zu prüfen und zu schauen, ob mit den Geldern verantwortlich umgegangen wurde“, so Moeller.

Dem Ex-Vorsitzenden, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Götz-Peter Lohmann, wird vorgeworfen in neun Jahren über eine der AWO-Tochtergesellschaften rund 700 000 Euro erhalten zu haben, ohne abrechenbare Leistungen erbracht zu haben. Der gefeuerte Geschäftsführer soll damals am Kreisvorstand vorbei einen Vertrag mit Lohmann geschlossen haben.

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