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Situation stimmt optimistisch : Autotechnik made in MV

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zulieferindustrie expandiert – bereits 5000 Beschäftigte in 100 Betrieben

svz.de von
erstellt am 15.Feb.2016 | 11:55 Uhr

Als am 18. Juli 2001 BMW nicht dem Bewerber Schwerin, sondern Leipzig den Zuschlag für den Bau einer neuen Autofabrik erteilte, war die Ernüchterung im Norden groß. Der Traum vom Autoland Mecklenburg-Vorpommern schien ausgeträumt. Heute sieht man im Wirtschaftsministerium die Situation viel optimistischer. Grund sind die Autozulieferer. „Die Zulieferindustrie in Mecklenburg-Vorpommern erwirtschaftet inzwischen einen Jahresumsatz von 1,5 Milliarden Euro“, sagte Gunnar Bauer, Ministeriumssprecher. In etwa 100 Unternehmen seien 5000 Mitarbeitern tätig. Zum Aufgabenfeld zählen Fahrzeugkomfort, Insassenschutz, Nutzfahrzeugbau und -umbau, Fahrzeugelektrik und -elektronik sowie Leichtbau mit Metall oder Kunststoff. Zu den Betrieben gehören unter anderem Webasto Neubrandenburg, TRW Airbag Systems Laage, Lear Corporation Wismar, Hydraulik Nord Fluidtechnik Parchim und die FlammPrecomp GmbH in Laage. „Die Automotive-Industrie ist für Mecklenburg-Vorpommern eine volkswirtschaftlich bedeutende Branche. Sie ist von dynamischem Wachstum geprägt“, lobte Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) den Industriezweig.

Insgesamt sind in den ostdeutschen Bundesländern 65  000 Menschen in Autofirmen beschäftigt, aber vor allem bei den vielen Zulieferern. Fast jeder zehnte Industriebeschäftigte arbeitet nach Auskunft des Verbands der Automobilindustrie (VDA) in der Branche.

Etwa 13 Prozent aller in Deutschland hergestellten Pkw werden laut VDA inzwischen in den neuen Ländern gebaut. „Im vergangenen Jahr liefen rund eine dreiviertel Million Neuwagen in ostdeutschen Werken vom Band, sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann. Neben Opel in Eisenach sowie VW in Zwickau und Chemnitz gibt es Werke von BMW und Porsche in Leipzig, eine „Gläserne Manufaktur“ von VW in Dresden sowie große Motorenwerke wie das von Daimler im thüringischen Kölleda.

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