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KFZ-Zulassung : Autokennzeichen ziehen mit um

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Neue gesetzliche Zulassungsfreiheit seit Jahresbeginn soll Bürokratie abbauen

Autofahrer in MV machen zunehmend von der Möglichkeit Gebrauch, bei einem Umzug das Kfz-Kennzeichen zu behalten. Die neue gesetzliche Zulassungsfreiheit für Kraftfahrzeuge, die seit Jahresbeginn bundesweit das Mitnehmen der alten Kennzeichen an den neuen Wohnort erlaubt, erspart dem Bürger die amtliche Zulassung – einfaches Umschreiben genügt.

In Schwerin und dem Landkreis Ludwigslust-Parchim wird die Mitnahme eines früheren KfZ-Kennzeichens sehr gut angenommen, wie Kreissprecher Andreas Bonin mitteilte. Geschätzt würde, dass 98 Prozent der umziehenden Bürger die Möglichkeit der Mitnahme ihres Kennzeichens nutzen. Nur in Ausnahmefällen würden neue amtliche Kennzeichen beantragt.

Online sei die Zulassung eines Fahrzeuges grundsätzlich noch nicht möglich, räumte der Kreissprecher ein. Zum Umschreiben eines KfZ unter Beibehaltung des Kennzeichens müssten der Behörde Unterlagen wie Fahrzeugschein, gültige Hauptuntersuchung sowie der Personalausweis oder Pass mit Meldebescheinigung vorgelegt werden.

Der Städte- und Gemeindetag Mecklenburg-Vorpommerns begrüßte die Regelung. „Dem Bürger wird damit ein Verwaltungsweg erspart“, lobte Rechtsexperte Klaus-Michael Glaser in Schwerin. Zudem müsse er keine neuen Schilder für sein Auto prägen lassen. Ein unnötiger Verwaltungsvorgang falle weg, weniger Bürokratie sei die Folge.

Allerdings könnten Kosteneinsparungen etwa für die Behörden in MV bisher kaum festgestellt werden, meinte Glaser. So viele Bürger würden im Nordosten bzw. ins Bundesland nicht umziehen, als dass sich die neue Zulassungsfreiheit in Euro beziffern ließe.

In Rostock geht die Abteilung für Straßenverkehrsangelegenheiten davon aus, dass Neu-Rostocker in der Regel ihr bisheriges KfZ-Kennzeichen des alten Wohnortes behalten. In der Hansestadt könne allerdings ein entsprechender Zulassungsvorgang mit Beibehaltung des vorhergehenden amtlichen Kennzeichens derzeit nicht online erledigt werden, hieß es. Für den Bürger reduziere sich bei einem solchen Verfahren die Gebühr auf 17,50 Euro, die Vorlage des Kfz-Briefes sei nicht erforderlich und neue Kennzeichentafeln müssten nicht geprägt werden.

Nachteile etwa bei einer Halterermittlung seien nicht zu erkennen, meinte der Sprecher.

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