Autofahrer rast in Bushaltestelle

<strong>Keine Chance</strong> <strong>hatte der Elfjährige, </strong>als der Pkw direkt auf ihn  zuraste. Er wurde lebensgefährlich verletzt.<fotos>Nonstopnews</fotos>
Keine Chance hatte der Elfjährige, als der Pkw direkt auf ihn zuraste. Er wurde lebensgefährlich verletzt.Nonstopnews

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01. Juni 2012, 08:31 Uhr

Rostock | Ein elfjähriger Junge ist am Freitagmorgen in Klingendorf südlich von Rostock lebensbedrohlich verletzt worden, als ein Autofahrer in ein Buswartehaus am Straßenrand fuhr. Der Junge wurde in dem total zerstörten Wartehaus eingeklemmt. Gleichzeitig wurde ein 13-jähriger Schüler leicht verletzt, teilte die Polizei mit.

Der schreckliche Unfall ereignete sich kurz vor 7 Uhr, als die beiden Jungen an der Haltestelle auf den Schulbus warteten. Plötzlich kam ein Auto, das in der langgestreckten Kurve vor der Haltestelle aus der Fahrbahn geriet, direkt auf die Kinder zu. Der Ford Mondeo raste mitten in das gläserne Wartehäuschen. Dabei wurde einer der beiden Jungen zwischen dem Wagen und der Bushaltestelle eingeklemmt. Der Elfjährige erlitt lebensbedrohliche Verletzungen und musste sofort in ein Krankenhaus gebracht werden. Sein 13-jähriger leichtverletzte Freund steht unter Schock.

Warum der 48-jährige Fahrer in der 30er-Zone von der Straße abgekommen ist, ist noch unklar. Alkohol war jedenfalls nicht im Spiel, wie die Polizei mitteilt. Der Unfallfahrer steht ebenfalls unter Schock.

Anwohnerin Carola Bürger ist schockiert. "Es war eigentlich nur eine Frage der Zeit, bis mal etwas passiert", sagt sie. Bürger wohnt direkt gegenüber der Haltestelle.

Als der Unfall passierte, gab es einen so lauten Knall, dass sie zunächst dachte, es sei eine Explosion gewesen. "Als ich dann aus dem Fenster schaute, sah ich das ganze Unglück", so die Frau. Oft beobachtet die Klingendorferin, dass die Autos viel zu schnell auf der kurvigen Straße unterwegs sind. Eins fuhr sogar schon einmal in ihr Haus. Darum hat Bürger, genauso wie Anwohner Helmut Hagemeister, schon mehrfach bei der Gemeinde in Dummerstorf vorgesprochen - bislang ohne Erfolg.

Normalerweise, sagt er, stehen noch mehr Kinder an der Bushaltestelle. Gutachter der Dekra sowie die Kriminalpolizei Sanitz suchen derzeit nach der Ursache für den folgenschweren Unfall.

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