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Autodiebstahl steigt um mehr als ein Drittel

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erstellt am 24.Okt.2012 | 06:21 Uhr

Schwerin | Die Zahl der Autodiebstähle nimmt in Mecklenburg-Vorpommern rasant zu. Aus der Antwort des Innenministeriums auf eine Anfrage aus dem Landtag geht hervor, dass sich der Autoklau beispielsweise in Rostock in nur zwei Jahren mehr als verdoppelt hat. Waren 2009 in der Hansestadt noch 162 Fahrzeuge als gestohlen gemeldet worden, verschwanden im vergangenen Jahr bereits 358 Wagen. Insgesamt kletterte die Diebstahlsrate in Mecklenburg-Vorpommern im selben Zeitraum von 985 auf 1363 gestohlene Autos und damit um 38 Prozent.

Gleichzeitig sinkt die Aufklärungsquote der Polizei deutlich. Kamen die Ermittler 2009 in 34,2 Prozent aller Fälle den Autodieben auf die Schliche, waren es nach der Auskunft des Innenministeriums zwei Jahre später 27,4 Prozent. Nur jeder vierte Autoklau wird in Mecklenburg-Vorpommern noch aufgeklärt.

"Die Täter sind oft gut organisiert und technisch bestens ausgerüstet", sagt der Sprecher des Landeskriminalamtes, Michael Schuld, im Gespräch mit unserer Redaktion. Den Anstieg erklärt er damit, dass komplizierte Sicherungssysteme in Autos wie elektronische Wegfahrsperren für die Banden kein unüberwindliches Hindernis mehr darstellen. "Die Gegenseite hat nachgerüstet", so Schuldt.

Die Gegenseite - das sind zunehmend Tatverdächtige aus Osteuropa. Mehr als jeder vierte (28 Prozent) der 400 gefassten Autodiebe kam im vergangenen Jahr aus Polen, Litauen oder Russland. Zwei Jahre zuvor kam lediglich jeder neunte (11,8 Prozent) gestellte Täter aus Osteuropa.

Ziel der Banden seien vor allem höherwertige Fahrzeuge wie Geländewagen der Marken BMW, Audi und Mercedes, sagt LKA-Sprecher Schuldt. Häufig würden die Autos über die polnische Grenze nach Russland gebracht und dort illegal angeboten. Die Polizei habe inzwischen die Kontrollen besonders an der Grenze verstärkt.

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