Gesundheit in MV : Ausländische Ärzte sichern Land-Praxen

In MVs Praxen und Krankenhäusern sind von Jahr zu Jahr mehr ausländische Mediziner anzutreffen.
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In MVs Praxen und Krankenhäusern sind von Jahr zu Jahr mehr ausländische Mediziner anzutreffen.

664 Mediziner in MV haben keinen deutschen Pass – und ihre Anzahl wächst.

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19. Juli 2015, 21:00 Uhr

Sie kommen aus Russland, Rumänien, Bulgarien, Polen, Syrien und sogar aus China: Immer mehr ausländische Ärzte arbeiten in MV. Aktuell haben nach Auskunft der Ärztekammer 664 Mediziner im Land keinen deutschen Pass – 290 mehr als noch 2010. Damit hat jeder 14. Arzt im Nordosten seine Wurzeln im Ausland. Allein 2014 erteilte das Landesgesundheitsamt 120 ausländischen Medizinern die Approbation.

Im Sozialministerium sieht man die Entwicklung vor allem mit Erleichterung. „Diese Ärzte sind herzlich willkommen, denn sie werden dringend gebraucht und schließen gerade in ländlichen Regionen Lücken in der medizinischen Versorgung“, sagte Sozialministerin Birgit Hesse (SPD). Es gibt sogar deutlich mehr Bewerber. Hauptproblem ist aber die deutsche Sprache. „Sehr gute Deutschkenntnisse sind Grundvoraussetzung für die Kommunikation mit den Patienten“, so Hesse. Seit einem halben Jahr ist die Ärztekammer für die notwendige Fachsprachenprüfung ausländischer Ärzte zuständig. Fast jeder zweite Bewerber konnte nach Auskunft der Kammer keine ausreichenden Sprachkenntnisse nachweisen. Die berufsständische Vertretung hat inzwischen reagiert und bietet Qualifizierungsmöglichkeiten zur Vorbereitung auf die Fachsprachenprüfung an. Der erste Sprachkurs beginnt Mitte August.

Bundesweit arbeiten mehr als 30000 ausländische Ärzte in deutschen Krankenhäusern. Die meisten von ihnen kommen aus Rumänien und Griechenland.

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