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Mecklenburg-Vorpommern

19. Oktober 2017 | 18:10 Uhr

Bildung MV : Ausgaben für Schulen gestiegen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Ministerin Hesse verweist auf höhere Bildungsausgaben. Der Opposition ist das zu wenig.

Bildungsministerin Birgit Hesse hat die Oppositionskritik an einer unzureichenden Finanzausstattung der Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zurückgewiesen. „Das Land hat in den vergangenen Jahren viel in das Bildungssystem investiert“, erklärte Birgit Hesse gestern in Schwerin.

Trotz deutlich gesunkener Schülerzahlen seien die Gesamtausgaben innerhalb von zehn Jahren von 823 Millionen auf 905 Millionen Euro im Jahr 2015 gestiegen.

Im gleichen Zeitraum sank laut Bildungsministerium die Schülerzahl von 252 000 auf 176 000. Rein rechnerisch wende das Land damit für jeden Schüler an öffentlichen Schulen 70 Prozent mehr Geld auf als im Jahr 2005.

Zuweisungen an Kommunen und Kreise für Schulbaumaßnahmen aus anderen Förderprogrammen seien in den Berechnungen nicht enthalten. Die Linke hatte unter Hinweis auf den jüngsten Bildungsfinanzbericht des Statistischen Bundesamtes eine im Ländervergleich eher magere Finanzausstattung der Schulen beklagt. „Mecklenburg-Vorpommern wird bei den Bildungsausgaben abgehängt“, sagte die Vorsitzende der Linksfraktion im Landtag, Simone Oldenburg. Vor allem im Vergleich zu den anderen Ostländern schneide Mecklenburg-Vorpommern nicht gut ab.

Laut Statistischem Bundesamt betrugen die Gesamtausgaben je Schüler im Jahr 2013 im Bundesdurchschnitt etwa 6500 Euro. In diesem Bereich lagen neben Mecklenburg-Vorpommern auch Länder wie Bremen und Baden-Württemberg. Sachsen-Anhalt kam allerdings auf 7500, Thüringen auf 8000 Euro.

In diese Statistik ging laut Ministerin Hesse das Millionenpaket des Landes für die Bildung noch nicht ein. „Seit der vergangenen Wahlperiode stellt die Landesregierung pro Jahr zusätzlich 60 Millionen Euro für die Schulen zur Verfügung. Mit diesen Mitteln können wir die Lernbedingungen für Schülerinnen und Schüler und die Arbeitsbedingungen für Lehrerinnen und Lehrer verbessern und mehr Personal beschäftigen“, erläuterte Hesse. Das Wichtigste bleibe die engagierte Arbeit der Lehrer.

Frank Pfaff

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