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Mecklenburg-Vorpommern

25. November 2017 | 10:54 Uhr

Kollision : Ausflugsschiff in Plau gerammt

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Zwei Urlauber kosten auf dem Plauer See das Katamaran-Segeln aus / Überblick verloren

Der Zusammenstoß eines Fahrgastschiffes mit einem Katamaran ist am Montag auf dem Plauer See glimpflich ausgegangen. „Dabei ging die 26-jährige Schiffsführerin des Katamarans über Bord, lehnte aber medizinische Hilfe ab“, berichtete der Kapitän des Fahrgastschiffs „Loreley“, Dietmar Salewski, gestern.

Wie eine Sprecherin der Wasserschutzpolizei Schwerin erklärte, wurde niemand ernsthaft verletzt. Die Frau habe sich später in Plau wegen eines Schocks nur kurz in einer Klinik behandeln lassen. Das Fahrgastschiff konnte weiterfahren, der Katamaran wurde abgeschleppt.

Nach ersten Ermittlungen gehört die Besatzung des Katamarans zu einer Campinggruppe aus dem niedersächsischen Braunschweig, die sich in Zislow (Mecklenburgische Seenplatte) erholt. Die Frau und ein Mitsegler hätten das 28 Meter lange Fahrgastschiff zu spät bemerkt und konnten nicht mehr rechtzeitig ausweichen. Bei dem Zusammenstoß trennte das Fahrgastschiff einen Teil der zwei Schwimmkörper des Katamarans ab. Sie sind aus Kunststoff.

„Das müssen sehr erfahrene Segler gewesen sein, denn sie waren sehr schnell unterwegs“, schilderte Salewski. Er habe bei nur noch 30 Metern Abstand laut gehupt. Dann sei der Katamaran aber zur falschen Seite ausgewichen. Von den etwa zwölf Fahrgästen seines Schiffes habe niemand den Zusammenstoß bemerkt.

Horst-Werner Frommer kann sich den Zwischenfall nicht erklären. Seit 40 Jahren segelt der Plauer leidenschaftlich gern, die letzten Jahre davon meist auf dem Plauer See. „Mir ist es schleierhaft, wie man mit einem Katamaran ein Schiff wie die Loreley rammen kann. Die ist riesig, man sieht sie doch.“ Wenn die Segler die Regeln beachtet hätten, wäre der Unfall so nicht passiert, da ist sich der Plauer sicher. „Denn“, so Frommer, „die Loreley war auf der Wasserstraße unterwegs und hat dementsprechend Vorfahrt, wie die Berufsschifffahrt generell Vorfahrt auf befahreren Gewässern hat.“ Auch auf dem Plauer See, der 14 Kilometer lang, fünf Kilometer breit ist und als siebtgrößter See Deutschlands gilt.

Der fünf Meter lange Katamaran-Segler wurde zwischenzeitlich nach Zislow geschleppt. Da dessen Schwimmkörper in Kammern geteilt sind, war nicht der ganze beschädigte Schwimmkörper voll Wasser gelaufen.

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