Wirtschaft : Aus für Cargobull Toddin: Jetzt sind Streiks geplant

Wehren sich gegen die Werksschließung: die Cargobull-Mitarbeiter in Toddin
Foto:
Wehren sich gegen die Werksschließung: die Cargobull-Mitarbeiter in Toddin

Beim Fahrzeugbauer Schmitz Cargobull stehen die Zeichen auf Streik.

svz.de von
23. Mai 2017, 21:00 Uhr

Wenig Hoffnung für westmecklenburgischen Fahrzeugbauer Schmitz Cargobull: Der Unternehmensvorstand habe am Dienstag auf einer Betriebsversammlung die Schließung des Standortes mit 160 Mitarbeitern erneut bestätigt, teilte die IG Metall am Dienstag mit. Zuvor hatte der Konzern Gewerkschaftsangaben zufolge Verhandlungen zu einem Standort- und Beschäftigungssicherungstarifvertrag abgelehnt.

Schmitz Cargobull fertigt in Toddin Kühlaufsätze für Lkw. Nun solle das Werk „im Schweinsgalopp und ohne wirtschaftliches Konzept oder Kostenanalyse platt gemacht werden“, kritisierte Georg Frericks, Gewerkschaftssekretär der IG Metall, nach einer Betriebsversammlung die Pläne. Damit stehen in Toddin die Zeichen auf Streik: „Wir kämpfen für den Erhalt aller Arbeitsplätze und arbeiten jetzt mit der Tarifkommission ein Arbeitskampfkonzept aus“, kündigte Frericks an. Vermutet wird eine Verlagerung der Produktion u. a. nach Litauen.

Die Weigerung des Konzerns sorgt indes für Verwirrung: Noch vor zwei Wochen hatte ein Sprecher das Mutterunternehmens im nordrhein-westfälischen Horstmar jegliche Schließungs- und Entlassungspläne vom Tisch gewischt. Zunächst sollten die Verhandlungen abgewartet werden, hieß es.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen