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Mecklenburg-Vorpommern

21. November 2017 | 09:28 Uhr

Aus dem Tagebuch einer Regentschaft

vom

svz.de von
erstellt am 16.Jan.2011 | 06:55 Uhr

Am 20. September 1982 vereinbaren CDU, CSU und FDP, Amtsinhaber Helmut Schmidt durch ein konstruktives Misstrauensvotum zu stürzen und Helmut Kohl zum Bundeskanzler zu wählen. Am 1. Oktober ist es so weit: Der Bundestag stürzt Schmidt und wählt Kohl zu dessen Nachfolger.

Ende September 1984 kommt es zur symbolträchtigen Versöhnungsgeste zwischen Frankreich und Deutschland. Kohl und François Mitterrand reichen einander beim Gedenken an die Toten beider Weltkriege in Verdun die Hände.

Im Februar 1986 berichtet der "Spiegel" über eine Strafanzeige des Abgeordneten Otto Schily (damals Grüne) gegen Kohl wegen des Verdachts der Falschaussage im Zusammenhang mit der Parteispenden-Affäre. Gegen Kohl wird ermittelt, das Verfahren aus Mangel an Beweisen wieder eingestellt. Kurz danach belastet Kohl das deutsch-sowjetische Verhältnis schwer, als er in einem Interview mit dem US-Nachrichtenmagazin "Newsweek" den sowjetischen Parteichef Michail Gorbatschow in einen engen Zusammenhang mit NS-Propagandaminister Joseph Goebbels stellt. Er distanziert sich später, lehnte eine Entschuldigung aber ab.

Im September 1987 besucht der damalige DDR-Staatsratsvorsitzende Erich Honecker zum ersten Mal die Bundesrepublik. Kohl und er unterzeichnen verschiedene Abkommen zu engerer Zusammenarbeit.

Im Oktober 1989 kommt es in Leipzig im Anschluss an die Montagsgebete erstmals zu Protestkundgebungen. Am 18. Oktober werden Honecker und andere Mitglieder des Politbüros entlassen.

9. November: Die Mauer fällt. Kohl bricht seinen Polen-Besuch ab und spricht am Abend danach in Berlin vor dem Schöneberger Rathaus zu den Massen. Am 28. November präsentiert Kohl ein "Zehn-Punkte-Programm zur Überwindung der Teilung Deutschlands und Europas".

Am 18. März 1990 finden die ersten freien Volkskammerwahlen statt.

Am 1. Juli 1990 tritt die Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion in Kraft. Kohl einigt sich zwei Wochen später mit Gorbatschow über die Umsetzung der deutschen Einheit. Der entsprechende Vertrag wird Ende August unterzeichnet. Die DDR tritt dem Geltungsbereich des Grundgesetzes bei.


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