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Geplantes Nestlé-Werk : Aufträge an Firmen aus dem Nordosten

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Von der geplanten Großinvestition des Nestlé-Konzerns in Schwerin profitieren in erster Linie kleine und mittelständische Unternehmen aus MV. Nestlé investiert 220 Millionen Euro in der Landeshauptstadt.

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erstellt am 14.Mär.2012 | 10:06 Uhr

Schwerin | An der geplanten Großinvestition des Nestlé-Konzerns in der Landeshauptstadt Schwerin sollen auch Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern beteiligt werden. Aufträge für den Bau den neuen Kaffeewerkes sollen nicht an einen Generalunternehmer gehen, sondern im Rahmen von Fachlosvergaben werden nun auch kleine und mittelständische Unternehmen aus dem Nordosten zur Angebotsabgabe aufgefordert. Das teilte gestern die Auftragsberatungsstelle MV (ABST) mit. Bei der ABST handelt es sich um eine gemeinsame Dienstleistungseinrichtung der Industrie- und Handelskammern zu Schwerin, zu Rostock und zu Neubrandenburg sowie der Handwerkskammern Schwerin und Ostmecklenburg-Vorpommern. Wie berichtet, will der Lebensmittelkonzern Nestlé für 220 Millionen Euro in Schwerin ein Werk für Kaffeekapseln bauen.

Für das erste beschränkte Ausschreibungsverfahren für Baustelleneinrichtungscontainer habe die ABST schon Anfang März drei regionale Unternehmen benannt, so Geschäftsführer Klaus Reisenauer gestern. Ebenso seien zwei Fachplaner und für die erweiterte Baustelleneinrichtung-Infrastruktur zehn Baunternehmen vorgeschlagen worden. "Weitere Unternehmen die am Nestlé-Bau mitwirken wollen, werden gebeten, sich mit ihrem Leistungsprofil bei der ABST aufnehmen zu lassen", sagte Reisenauer. Dabei gehe es um Planungs-, Bau- und Ausrüstungsleistungen. Die Datenbank, die die ABST führe, beinhalte Unternehmen aus dem gesamten Nordosten mit ihren Profilen. Unter anderem seien Nestlé Firmen aus Schwerin, Crivitz, Parchim, Rostock und Greifswald vorgeschlagen worden.

Das Wirtschaftsministerium begrüßte die Vorgehensweise des Konzerns bei der Auftragsvergabe: "Durch die Unterteilung wird es einheimischen Anbietern ermöglicht, sich zu bewerben. Bei Generalverträgen ist das oft schwierig, weil der Generalauftragnehmer dann noch einmal die Preise drückt", sagte Ministeriumssprecher Gerd Lange.

In welcher Höhe genau sich das Land mit Fördermitteln an dem Vorhaben des Konzerns beteiligt, steht immer noch nicht fest. Die beauftragten Bau-Firmen aus Mecklenburg-Vorpommern werden wohl nicht an die Maßgabe gebunden, dass sie ihren Mitarbeitern einen Mindestlohn von 8,50 Euro zahlen, sagte Reisenauer.

Bekanntlich will das Land künftig die Förderung von Arbeitsplätzen mit dieser Bedingung verknüpfen. Im neuen Kapselwerk sollen Tariflöhne gezahlt werden. Diese liegen über den 8,50 Euro, hieß es.


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