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Mecklenburg-Vorpommern

22. November 2017 | 00:28 Uhr

Aufbruchstimmung

vom

svz.de von
erstellt am 06.Nov.2007 | 09:34 Uhr

So viel Harmonie war lange nicht bei der IG Metall - jedenfalls nicht, wenn es ums Wählen ging! Deutschlands größte Gewerkschaft zeigt sich einig, wählt in großer Geschlossenheit Berthold Huber und Detlef Wetzel an ihre Spitze. Vergessen die Zeiten, in denen um die Chefposten bei den Metallern noch auf Biegen und Brechen gekämpft wurde. Die Ära des Traditionalisten Jürgen Peters geht zu Ende. Das neue Führungsduo hat das Zeug dazu, für frischen Wind bei den Metallern zu sorgen. Huber und Wetzel gelten als Pragmatiker. Das bedeutet nicht Nachgiebigkeit, sondern eine unideologische Herangehensweise in der Tarifpolitik. Starke Interessenvertretung, wo Verteilungsspielräume bestehen, betriebliche Lösungen dort, wo es Schwierigkeiten gibt – das sollte Schule machen! Geht das Konzept der neuen Führung auf, hat die IG Metall die Chance, den bereits deutlich gedämpften Mitgliederschwund zu stoppen und Arbeitnehmer zu gewinnen, die bisher mit der Gewerkschaft nichts am Hut hatten. Eine neue Aufbruchstimmung macht sich bei den Metallern breit. Dazu passt, dass man zunehmend wieder Gehör in der Politik findet – insbesondere bei der SPD. Das Verhältnis entspannt sich allmählich. Zwischen Sozialdemokraten und Gewerkschaften war das Tischtuch nach dem Bruch um Gerhard Schröders Agenda-Politik lange zerschnitten. Bei aller Kritik der IG Metall an der Rente mit 67: Inzwischen gibt es eine ganze Reihe von Anknüpfungspunkten. Die Beschlüsse des SPD-Parteitages sind nur der jüngste Beleg.

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