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Mecklenburg-Vorpommern

18. Dezember 2017 | 14:02 Uhr

Auf Rollen durch die Stadt

vom

svz.de von
erstellt am 23.Aug.2013 | 09:44 Uhr

Wuuusch... Marcus saust schnell den Weg entlang. Seine Füße stehen auf zwei kleinen, rollenden Platten, seine Beine und seine Hüfte bewegen sich vor und zurück. Es sieht ein bisschen so aus, als würde er über eine unsichtbare, geschlängelte Linie auf dem Boden fahren. Der 26-Jährige fährt Freeline-Skates (gesprochen: fri-lain-skäits). Das ist ein Sport, den es erst seit einigen Jahren gibt. "Die Bewegung ist ein bisschen so wie beim Skateboarden oder Surfen", sagt Marcus. "Allerdings steht man da ja mit beiden Füßen auf einem Brett".

Beim Freeline-Skaten gibt es zwei Bretter: für jeden Fuß eines. "Die Skates sind etwa so groß wie eine CD-Hülle. Und unter jedem Skate befinden sich zwei Rollen."

Immer wenn schönes Wetter ist, schnappt sich Marco seine Freeline-Skates und düst los. Marcus wohnt in Köln. Das ist eine Stadt in Nordrhein-Westfalen. "Am liebsten fahre ich mit Freunden zusammen am Rheinufer", erzählt er. Der Rhein ist ein großer Fluss, der durch Köln fließt. Mit seinen Freunden übt Marcus auch verschiedene Tricks, die man mit den Freeline-Skates machen kann. Zum Beispiel Drehungen oder Slalom fahren. Da werden natürlich auch andere Leute neugierig. "Wir werden sehr oft angesprochen. Die Leute meinen dann: Können wir das mal ausprobieren? Oder sie sagen: Das sieht ja hammercool aus", erzählt Marcus stolz.

Der 26-Jährige studiert gerade an einer Hochschule, später möchte er Sportlehrer werden. Er überlegt, die Freeline-Skates dann auch im Sportunterricht an der Schule vorzustellen. "Freeline-Skaten ist für jeden geeignet: egal ob Mädchen oder Junge", findet Marcus.

Wer diesen Sport ausprobieren möchte, muss jedoch geduldig sein. Denn am Anfang ist es ziemlich schwer, auf den rollenden Platten das Gleichgewicht zu halten. "Die Bewegung ist für jeden total neu." Egal ob man gerade anfängt, oder schon Profi-Skater ist. Deswegen sollte man auch immer Schutzkleidung tragen, rät Marcus. "Dazu gehören Knieschoner, Ellenbogenschoner und ein Helm."

In Deutschland ist der Sport noch nicht besonders bekannt. Deswegen gibt es noch nicht so viele Leute, die Freeline-Skates fahren. Marcus ist manchmal genervt, dass es nur so wenige andere Skater gibt, mit denen er sich treffen kann. "Ich fände es cool, wenn es mehr Leute gäbe, die Freeline-Skaten. Wenn man alleine unterwegs ist, macht es nämlich nicht so viel Spaß."

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