Tourismus MV : Auf Rekordkurs

Sylvia Bretschneider (SPD), Landtagspräsidentin, und Tourismusminister Harry Glawe (CDU)
Sylvia Bretschneider (SPD), Landtagspräsidentin, und Tourismusminister Harry Glawe (CDU)

Die Tourismusbranche in MV zieht eine positive Zwischenbilanz

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24. August 2015, 21:00 Uhr

Trotz eines durchwachsenen Starts in die Hauptsaison mit Regen und kühlen Temperaturen hat die Tourismusbranche Mecklenburg-Vorpommerns im ersten Halbjahr erneut zugelegt. „Wir haben unsere Halbjahresbilanz im Vergleich zum Vorjahr noch verbessert“, sagte Tourismusminister Harry Glawe (CDU) gestern in Markgrafenheide. Bis Mitte 2013 habe das Land 11 Millionen Übernachtungen verzeichnet. In diesem Jahr seien es zur Halbzeit 11,2 Millionen. Das schüre die Hoffnung, dass der Rekord, der seit 2014 bei 28,7 Millionen Übernachtungen steht, in diesem Jahr noch übertroffen wird. „Ich bin sehr optimistisch, dass wir 2015 die Ergebnisse der Tourismusbranche im Vergleich zum Vorjahr noch steigern können“, zeigt Glawe sich zuversichtlich. Der Sommer erweise sich erneut als die mit Abstand wichtigste Reisezeit. So habe die durchschnittliche Auslastung aller Beherbergungsbetriebe in den Ferienmonaten bei rund 90 Prozent gelegen. „Mecklenburg-Vorpommern gilt als das beliebteste Urlaubsland der Deutschen“, betonte Glawe.

Der schmale Ferienkorridor der Bundesländer, der in diesem Sommer nur über 78 Tage reicht, werde als Problem gesehen, sagte die Präsidentin des Landtages und des Tourismusverbandes, Sylvia Bretschneider. In der ersten Juli-Hälfte waren nur in Nordrhein-Westfalen Ferien, was zu erheblichen Einbußen geführt habe. Bis 2018 soll der Ferienkorridor auf bis zu 85 Tage ausgedehnt werden.

Laut Bretschneider fiel der Zuwachs an Übernachtungen in Mecklenburg-Vorpommern in der ersten Hälfte des Jahres geringer aus als in Schleswig-Holstein: „Während der Nordosten bei den Übernachtungen von Januar bis Juni um 1,8 Prozent zulegen konnte, waren es im Bundesschnitt 3,2 Prozent“. Die Konkurrenz, vornehmlich im Norden, investiere so viel wie nie in Marketing und Infrastruktur. Das mache sich auf dem Markt bemerkbar.

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