Video: Auto mal anders : Auf den Kopf gestellt

In der Schau „Die Welt steht Kopf“ in Trassenheide auf Usedom kann jetzt auch ein kopfstehendes Auto. bestaunt werden.
In der Schau „Die Welt steht Kopf“ in Trassenheide auf Usedom kann jetzt auch ein kopfstehendes Auto. bestaunt werden.

Zwei Tüftler aus Usedom haben ein komplettes Auto umgedreht – es kann sogar fahren. Wir haben das Video zur außergewöhnlichen Aktion.

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28. August 2015, 21:00 Uhr

Nach einem kopfstehenden Haus gibt es in Trassenheide auf der Insel Usedom jetzt auch ein kopfstehendes Auto. Klaudiusz Golos und Sebastian Mikiciuk haben das kuriose Fahrzeug in dieser Woche in ihre Schau „Die Welt steht Kopf“ aufgenommen. Das Besondere an dem Auto, das die beiden selbst umgebaut haben: Es ist tatsächlich fahrfähig.

„Wir wollten nicht einfach ein Auto auf den Kopf stellen, sondern das komplette Fahrzeug umdrehen, so dass es trotzdem ein Auto bleibt“, sagt der 39-jährige Golos. Dass es sich bei dem Fahrzeug um ein älteres BMW-Cabrio handelt, kann man in der Tat auch noch nach dem Umbau erkennen. Unverkennbar sind allerdings auch die Veränderungen, die die Tüftler an dem Fahrzeug vornehmen mussten.

So mussten sie an der Oberseite neue Räder anbringen und auch Fahrgastzelle und Motorraum mehr oder weniger komplett umdrehen. „Wir haben das Fahrzeug bis in die kleinstmöglichen Teile zerlegt“, berichtet Golos: „Vorher hatten wir an zwei originalgetreuen Modellen im Maßstab 1:18 ausprobiert, wie alles funktionieren könnte.“ Dank der Vorarbeit am Modell habe es keine größere Schwierigkeiten beim Aufbau gegeben:

„Aber natürlich gab es auch Probleme, vor allem bei den neuen Rädern.“ Letztlich mussten zahlreiche Karosserieteile nachträglich verstärkt werden, zudem wurde das Fahrzeug aus statischen Gründen insgesamt sieben Zentimeter breiter als das Original. „Wir hatten uns aber aus gutem Grund für ein älteres Auto ohne aufwändige Elektronik entschieden“, sagt Golos: „Dessen Technik lässt sich besser umbauen als die eines modernen Autos.“

Nach 2600 Arbeitsstunden steht das Cabrio jetzt in der Ausstellung, voll funktionsfähig, wie die Tüftler betonen. Eine Zulassung für den Straßenverkehr streben sie aber nicht an.

Und was soll das Ganze? „Natürlich ist das alles in erster Linie kurios“, sagt Golos: „Wir wollen mit unserer Ausstellung aber auch auf besondere Weise zum Nachdenken darüber anregen, wie unsere Welt funktioniert.“ Und da biete sich, einmal abgesehen vom kopfstehenden Haus, ein Alltagsgegenstand wie ein Auto natürlich an.

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