18. Oldtimerausfahrt auf der Wariner Festwiese : Auch Kinderwagen von Baby Freya ein Oldtimer

Baby Freya kam in einem echten DDR-Kinderwagen mit ihren Eltern Liane Heinrich und Peter Benthien auf die Wariner Festwiese gerollt.
1 von 3
Baby Freya kam in einem echten DDR-Kinderwagen mit ihren Eltern Liane Heinrich und Peter Benthien auf die Wariner Festwiese gerollt.

Einen Oldtimer auf vier Rädern schoben Liane Heinrich und Peter Benthien vor sich her. In dem blauen Panoramakinderwagen von Zekiwa war auch die 27-Jährige schon ausgefahren worden, ebenso ihre Schwester.

von
22. Mai 2012, 10:17 Uhr

Warin | Einen Oldtimer auf vier Rädern schoben Liane Heinrich und Peter Benthien am Sonntag zur 18. Oldtimerausfahrt auf der Wariner Festwiese vor sich her. In dem blauen Panoramakinderwagen von Zekiwa war auch die 27-Jährige schon ausgefahren worden, ebenso ihre Schwester. "Meine Schwester ist 1978 geboren. Damals hätte meine Mutter gerne einen roten Kinderwagen gehabt, aber es gab nur gelb und blau. Unser Kinderwagen stand solange im Keller und nun nutze ich ihn zu solchen Gelegenheiten. Sämtliches Zubehör haben wir auch noch dafür, vom Kinderwagenaufsatz bis zur Decke", erzählt die junge Frau. Heute liegt Töchterchen Freya im Panoramawagen und schaut durch die Sichtfenster aus ihrem Oldtimerdomizil. "Der Kinderwagen ist einfach im Zusammenbau, er fährt sich leicht und lenkt sich gut", so der Vater des 14 Wochen alten Mädchens.

100 Fahrzeuge aus Ost und West waren am Sonntag zur traditionellen Oldtimerausfahrt nach Warin gekommen. An den Start gingen 93 Zwei- und Vierradfahrer, die anderen blieben auf dem Festplatz. Eingeladen hatten die Freunde historischer Fahrzeuge vom Oldtimermuseum in Groß Raden. "Zur fünften Ausfahrt hatte sich der Verein damals mit eingeklinkt, davor war die Stadt Warin alleiniger Organisator. Jetzt gestalten wir es gemeinsam", sagt Vereinsvorsitzender Wolfgang Jenssen. Damals hatte sein Vorgänger Karl Möller, der nach zehn Jahren den Vorsitz abgegeben hat, die Veranstaltung mit organisiert. Mitorganisatorin Heide Möller registrierte alle ankommenden Fahrzeuge. Selber fährt sie sonst einen 311er-Wartburg. "Unser Familienstück war damals der 313er-Cabrio. Ich erinnere mich gerne daran", meint sie.

Prämierungen gab es für das Fahrzeug, das die weiteste Anreise hatte, das älteste Fahrzeug und das den besten restaurierten Zustand aufwies. Als Preise lockten Pokale und Sachpreise.

"Wir sind das vierte Mal dabei. Es ist immer schönes Wetter, wenn wir hier sind und da machen die Ausfahrten besonders Spaß. Außerdem ist die Landschaft schön zu genießen", begründet Wolfgang Heckmann. Er reiste aus Rostock mit einem Dacia an. Das 40 Jahre alte Modell hatte er zu DDR-Zeiten schon gefahren und sich vor einigen Jahren wieder eines zugelegt. Das fährt er den Sommer über, meistens am Wochenende, so Heckmann. Mit ihm gekommen war Gerd Müller. Der Rostocker war erstmals mit einem roten Lada dabei. Ansonsten hatte er sich mit einem Barkas B 1000 auf den Weg zur Oldtimerausfahrt gemacht. "Mir gefällt der Fahrzeugtyp. Es fährt sich gut, es ist ein schönes Auto und ich habe es erst eine Woche", erzählt der 37-Jährige stolz.

Durch die Reihen der Oldtimerfahrzeuge schlendern drei junge Leute. "Wir sind extra aus Wismar hergekommen", sagt Ellen Napp. Sie teilt die Begeisterung für Oldies mit ihrem Freund Chris. Der 28-Jährige ist Kfz-Mechaniker und arbeitet in einer Werkstatt für Lkw. Früher hatte er eine Simson zu Hause und ist damit gefahren, erzählt er. Auch sein Freund Christian Hartig hat das gleiche Interesse. "Ich finde Oldtimerfahrzeuge klasse. Die Technik ist interessant", meint er.

Als Zaungäste beobachteten die Kinder Nele, Julian und Monique am Wiesenrand das Treiben. "Die Autos sehen so anders aus als heute, viel schöner", sagt die achtjährige Nele und Julian fügt an, dass sie viel schöner glänzen.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen