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Nicht einmal 100 Mitglieder unter 16 Jahre : Auch Jägern im Land geht der Nachwuchs aus

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Immer weniger Jugendliche treten in die Jagdverbände MVs ein. "Da bekommen auch wir den demografischen Wandel zu spüren", sagte der Leiter des Jägerlehrhofes des Landesjagdverbandes in Damm bei Parchim, Henning Voigt.

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erstellt am 14.Okt.2012 | 06:58 Uhr

Parchim | Immer weniger Jugendliche treten in die Jagdverbände Mecklenburg-Vorpommerns ein. "Da bekommen auch wir den demografischen Wandel zu spüren", sagte der Leiter des Jägerlehrhofes des Landesjagdverbandes in Damm bei Parchim, Henning Voigt. Nicht mal 100 Mitglieder unter 16 Jahren zähle der Verband zurzeit. Insgesamt vertrete der Verband rund 10 300 Mitglieder.

"Dabei ist es gerade wichtig, junge Menschen für eine Teilnahme zu begeistern", so Voigt. Denn der Verband bringe Kindern und Jugendlichen auch ein Engagement für den Naturschutz näher. Doch das Studium oder die besseren Berufsaussichten ziehen die Jugend in andere Teile Deutschlands. Diese Situation kennt Henning Voigt, der seit gut 40 Jahren selbst als Jäger auf die Pirsch geht, selbst. Seine Söhne, 26 und 27 Jahre alt, seien selbst zum Studieren weggezogen. Einer kehre zurück, der andere Sohn bleibe in seiner neuen Heimat Nordrhein-Westfalen.

Die Gefahr, das nötige Jagdpensum nicht erfüllen zu können, um so die Wildbestände zu regulieren, besteht laut Voigt aber nicht. Gerade jetzt in der Herbst- und Winterzeit kämen viele passionierte Jäger aus Ballungsgebieten wie Hamburg oder Berlin nach Mecklenburg-Vorpommern. Zur Beute der Jäger zählt vor allem das Schwarzwild. Etwa 50 000 Stück wurden 2011 erlegt. Hinzu kamen rund 16 500 Stück Rot- und Damwild.

"Die Jagd ist nicht nur Hobby, sondern auch Pflicht", betonte Voigt. Ein zu hoher Tierbestand würde hohe forstwirtschaftliche Schäden verursachen. Auch die Bauern müssten um ihre Ernte fürchten. Zudem erhöhe sich mit einer zu starken Population der Wildschweine das Seuchenrisiko.

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