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Mecklenburg-Vorpommern

18. November 2017 | 05:53 Uhr

Auch die Deutschen sollen bleiben

vom

svz.de von
erstellt am 24.Nov.2013 | 08:52 Uhr

Die Türkei hat die Nato um eine Verlängerung des Einsatzes der Patriot-Einheiten gebeten, die unter deutscher Beteiligung im türkisch-syrischen Grenzgebiet stationiert sind. Laut Auswärtigem Amt liegt das Gesuch dem Nato-Rat in Brüssel vor. Eine Entscheidung sei noch nicht getroffen worden. Die Türkei habe ihren Antrag mit der unveränderten Bedrohung durch syrische Raketen wegen des anhaltenden Bürgerkrieges begründet. Die türkische Armee selbst verfügt nicht über ein vergleichbares Waffensystem. Derzeit sind rund 300 deutsche Soldaten an dem Einsatz beteiligt.

Die Nato schützt die Türkei seit Anfang des Jahres mit „Patriot“-Raketenabwehrstaffeln vor Angriffen aus Syrien. Die USA, die Niederlande und Deutschland stellen jeweils zwei Staffeln. Das derzeitige Mandat gilt nur noch bis zum 31. Januar 2014. Die USA haben bereits entschieden, ihre beiden „Patriot“-Flugabwehrstaffeln ein weiteres Jahr in der Türkei zu belassen. Darauf einigten sich nun US-Verteidigungsminister Chuck Hagel und sein türkischer Kollege Davutoglu.

Unterdessen kommt in den Streit um türkische Pläne für ein eigenes Luftabwehrsystem offenbar Bewegung. Ranghohe US-Vertreter bemühten sich bisher, Ankara von den Plänen abzubringen. US-Unternehmen sei jetzt geraten worden, ein neues Angebot vorzulegen, „bevor es zu spät ist“, hieß es.

Die chinesische Firma CPMIEC hatte die Ausschreibung gewonnen, mit rund 3,4 Milliarden US-Dollar (etwa 2,5 Milliarden Euro) das billigste Angebot gemacht und der Türkei eine gemeinsame Produktion angeboten. Nato-Verbündete hegen grundsätzliche Bedenken gegen die Zusammenarbeit. Zudem werden Probleme bei der Integration in Nato-Systeme erwartet. Das chinesische System konkurriert mit den von den USA angebotenen „Patriot“-Raketen sowie anderen Anbietern aus Nato-Staaten. Unzufriedenheit über die Entscheidung für ein chinesisches System soll es auch im türkischen Militär geben. Die Regierung hatte die Pläne dagegen mehrfach verteidigt.

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