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Unfall auf der A 20 bei Grimmen : Auch Cindy kommt nicht uffm Pferd

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Ihr aktuelles Programm heißt: "Nicht jeder Prinz kommt uff’m Pferd". Doch die "Berliner Schnauze" Cindy aus Marzahn ebenso wenig. Nach ihrem Auftritt in Rostock ging ein Teil ihres Equipments auf der Autobahn verloren.

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erstellt am 23.Feb.2012 | 06:42 Uhr

Grimmen/Neubrandenburg | Ihr aktuelles Programm heißt: "Nicht jeder Prinz kommt uff’m Pferd". Doch die "Berliner Schnauze" Cindy aus Marzahn ebenso wenig. "Vielen Dank Rostock, kommt gut nach Hause, ich hoffe Ihr habt alle Euren Regenschirm eingepackt", wünschte die Komikerin nach ihrem Auftritt am Mittwochabend per Facebook. Gesundheitlich leicht angeschlagen, verließ sie die Hansestadt. Hier fand sie keinen Prinzen und es sollte noch schlimmer kommen: Auf der Reise zwischen Rostock und Neubrandenburg ging ein Teil ihres Equipments verloren.

Gestern Nacht 2.30 Uhr ging bei der Polizeiinspektion Neubrandenburg der Notruf ein: Der Fahrer des Tourneebusses meldete, dass er seinen mit Technik beladenen Anhänger vermisste. Er hatte sich von dem Zugfahrzeug gelöst. Doch wo genau, konnte er nicht sagen. Sprecherin Nicole Buchfink bestätigte, dass sich prompt jeweils vier Polizisten der Autobahnpolizei Grimmen, Dummerstorf und Altentreptow auf den Weg machten. Doch die Beamten hatten nicht gleich Erfolg. Erst 20 Minuten später meldeten die Grimmener Polizisten, dass sie den Anhänger gefunden hätten. Glücklicherweise hatte sich die Technik nicht auf der Fahrbahn verteilt. Bei solchen Vorfällen sei die Gefahr für nachfolgende Autofahrer sehr groß, sagte ein Sprecher der Polizei in Grimmen. In diesem Fall hatte der Busfahrer Glück im Unglück. Der Anhänger war direkt hinter der Trebeltalbrücke, kurz vor der Ausfahrt Triebsees von der Fahrbahn gerollt.

Weder Thron, noch Pferd der Prinzessin aus Berlin waren in dem Hänger - zwei der wichtigsten Requisiten ihrer Show. Doch bei der Kollision kam ein Teil der technischen Ausstattung zu Schaden. Außerdem wurden rund 50 Meter eines Wildzaunes durch den Anhänger zerstört, neun Pfosten getroffen. Der Hänger zerschellte. Das ganze Hab und Gut verteilte sich auf der Ackerfläche. Ob ein technischer Defekt oder Nachlässigkeit Ursache des Unfalles war, ist noch offen. Die Crew ist überzeugt davon, dass Letzteres auszuschließen ist. Dennoch müsse der 41-jährige Fahrer nun mit einem Bußgeld rechnen, hieß es bei der Polizei.

Für das Technik-Team war die ganze Aufregung kaum verständlich. "Nach zwei Stunden Schlaf war die Nacht schon wieder vorbei", sagte Produktionsleiter Robert Lepper gestern. Doch eine Tour ist für alle stressig. Die Crew tat, was getan werden musste, und verbrachte den Tag damit, für Ersatz zu sorgen. Dieser kam nicht aus MV, sondern wurde durch eine Spezialfirma angeliefert. Lepper sagte, dass er vor allem froh sei, dass niemand zu Schaden gekommen sei. In dem Anhänger sei vor allem Videotechnik gewesen. Instrumente kämen bei dem Auftritt nicht vor, widerlegte er Medieninformationen. Für ihn gehe es darum, dass auf der Bühne eine gute Show stattfinde.

Was genau von dem Equipment aus dem Wagen noch brauchbar sei, konnte er nicht sagen. Um den Rest werde sich die Versicherung kümmern. Der Anhänger wurde erst gegen 14.30 Uhr von der Ackerfläche geborgen, informierte die Polizei.

Cindy aus Marzahn und ihre Crew reisen während der Tournee in verschiedenen Fahrzeugen. Eines davon ist der sogenannten Nightliner, informierte Tino Grasselt, Sprecher von Mawi-concert. Er versicherte, dass ihre Auftritte trotz dieses Vorfalles in gewohnter Qualität stattfinden werden. Für den gestrigen Abend in Neubrandenburg waren bereits 2000 Karten verkauft. Die Unterhaltungskünstlerin tritt heute Abend vor ausverkaufter Halle in Berlin auf.

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