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Kriminalität : Attacken auf AfD-Büro: Polizei setzt auf Spucke

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Nach mehrfachen Angriffen auf das AfD-Bürgerbüro in Schwerin hofft die Polizei, die Täter mittels DNA-Spuren zu ermitteln.

svz.de von
erstellt am 29.Jun.2017 | 20:45 Uhr

Die Polizisten erschienen mit Plastikröhrchen und Wattetupfern zur Spurensicherung vor dem AfD-Büro in Schwerin – so beschrieben Zeugen die Szenen nach einer von mehreren Attacken auf das Büro der AfD-Landtagsabgeordneten Dirk Lerche und Bert Obereiner in Schwerin. Die Beamten waren auf der Suche nach DNA-Spuren, wie eine Sprecherin des Polizeipräsidiums in Rostock nun mitteilte. Die Proben werden derzeit von Spezialisten des Landeskriminalamtes auf DNA-Rückstände untersucht, die zur Ermittlung der Täter führen könnten.

Das AfD-Bürgerbüro in Schwerin wurde in den vergangenen Wochen mehrfach attackiert und beschädigt. Unbekannte Täter hatten zuletzt vor 14 Tagen weiße Farbbeutel auf das Büro geworfen und eine diffamierende Parole auf ein Fensterbrett geschmiert. Der Farbbeutel-Wurf war bereits die dritte Attacke auf das Büro in diesem Monat. Laut einem AfD-Sprecher gab es insgesamt sieben Angriffe in zwei Wochen auf das Gebäude. Dabei wurden unter anderem die Wände mit Farbe beschmiert und die Scheiben zerkratzt.

Die Proben für die DNA-Analyse dürfte die Polizei aber an ganz anderer Stelle gesucht und gefunden haben. Nämlich auf dem Boden vor dem Büro. AfD-Gegner hatten nach Angaben des Sprechers auch mehrfach vor das Bürgerbüro der beiden Abgeordneten gespuckt.

Konkrete Ergebnisse der Speichel-Untersuchungen liegen laut Polizeisprecherin noch nicht vor. Die Analyse der Proben werde wahrscheinlich noch mehrere Wochen dauern, teilte die Sprecherin mit. Die AfD hatte nach den Vorfällen in Schwerin angekündigt, für das Büro in der Landeshauptstadt verschärfte Sicherheitsvorkehrungen prüfen zu wollen.

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