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Mecklenburg-Vorpommern

24. November 2017 | 05:08 Uhr

Asta-Chef nimmt Rücktritt zurück

vom

svz.de von
erstellt am 27.Jan.2011 | 06:54 Uhr

Rostock | Nachdem er am 13. Januar sein Rücktrittsgesuch eingereicht hatte, will Christian Berntsen nun doch Vorsitzender des Rostocker Studentenausschusses Asta bleiben. Grund ist ein Schreiben des Studentenrats Stura, in dem dieses sich zu den Satzungen und Ordnungen der Studentenschaft bekennt. Weiter heißt es dort, der Stura sei bestrebt, für sachliche Diskussionen zu sorgen und seine Entscheidungen zum Wohl der Wähler zu treffen. Außerdem werde die Arbeit der Asta-Mitglieder wertgeschätzt und respektiert. "Auf dieser Grundlage sehe ich die Möglichkeit, wieder zusammenzuarbeiten", sagt Berntsen. Darum habe ihn auch der Asta gebeten.

Auslöser für sein Rücktrittsgesuch waren Beschlüsse des Stura, die der 30-Jährige nicht mittragen wollte. "Ich kann nicht mit meinem Gewissen vereinbaren, dass wir auf einer studentischen Veranstaltung Tabakwerbung zulassen", sagte er, nachdem der Stura eine Zigarettenfirma als Sponsor für die Kulturwoche akzeptiert hatte. Weiter protestierte er gegen die Entscheidung, Nicht-Studenten bei Veranstaltungen der Kulturwoche freien Eintritt zu gewähren. Der Anteil des Semesterbeitrags, den die Studentenschaft bekomme, dürfe ausschließlich für Studenten eingesetzt werden. Eigentlich sei der Stura ja die Rechtsaufsicht des Asta, aber derzeit sei es eher umgekehrt, bemängelte Berntsen.

Doch mittlerweile hat sich das Blatt gewendet. Der Uni-Rektor hat den Beschluss, Tabakwerbung zuzulassen, gekippt. Was die Veranstaltungen der Kulturwoche angeht, so prüft das Justiziariat gerade, ob auch Nicht-Studenten freien Eintritt haben dürfen. "Es kann passieren, dass ein Beschlüsse mal nicht rechtskonform ist", sagt Stura-Präsident Johannes Krause. Das sei aber keine Böswilligkeit, sondern schlichte Unwissenheit. "Wir geben uns die größte Mühe, dass es nicht dazu kommt", so Krause weiter.

Er verstehe, dass der Asta es als seine Pflichte ansehe, darauf zu achten. Die Bedenken Berntsens seien deshalb nachvollziehbar gewesen, die Konsequenz, die er daraus zog, jedoch nicht. Weil die Zusammenarbeit mit dem Asta-Chef bislang gut und konstruktiv gewesen sei und weil er gebraucht werde, habe der Stura sein Rücktrittsgesuch abgelehnt und ihm weiterhin sein uneingeschränktes Vertrauen ausgesprochen. Auf dieser Basis will Berntsen nun weitermachen.


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