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Erdgaspokal der Schweriner Ecolea-Schule : Asiatisches Menü kreiert und serviert

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Eine Prüfung als Kochlehrling hätten die Mädchen mit einer guten Zwei bestanden. Doch darum ging es nicht: Die Schwerinerinnen zauberten ein Drei-Gänge-Menü auf den Tisch, für das zwei Schweriner Profiköche Punkte vergaben.

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erstellt am 13.Jan.2012 | 09:57 Uhr

Zittow | Eine Prüfung als Kochlehrling hätten die Mädchen mit einer guten Zwei bestanden. Doch darum ging es nicht: Wibke Jantzen (15) aus Grevenhagen, Alexandra Ott (14) aus Bad Kleinen sowie Angie Scholl (15) und Sophie Schönebeck (15) aus Schwerin zauberten beim Auftakt im Schülerwettbewerb um den Erdgaspokal ein Drei-Gänge-Menü auf den Tisch, für das zwei Schweriner Profiköche dem Team von der Privatschule Ecolea 89 von 100 möglichen Punkten vergaben.

Zwei Stunden lang hatten Wibke, Alexandra und Angie in der Küche von Bettina Broschewitz gewirbelt, um aus den selbst ausgewählten und eingekauften Zutaten ein Drei-Gänge-Menü zum diesjährigen Thema "Urlaubsküche" zu machen. Neben dem Thema ist zudem vorgegeben, dass der Einkaufswert der Waren für vier Portionen 18 Euro nicht übersteigen darf. Für die Mädchen von der Ecolea, die ansonsten in der von Bettina Broschewitz geleiteten Arbeitsgemeinschaft kochen, war das keine Hürde. "Hoch hinaus in Asien" nannten die das Menü, das sie selbst kreierten. "Wir wollen uns von anderen Teilnehmern abheben, denn viele werden sich Anregungen in der medi terranen Küche holen", ist Alexandra überzeugt. Die Schülerinnen von der Ecolea suchten hingegen in Kochbüchern aus Asien nach Rezepten, die sich kombinieren und einfach umsetzen lassen.

"Drei Köstlichkeiten" als Vorspeise kamen dabei heraus. Für die Zubereitung der gefüllten Champignons, der Chi coreeboote mit Nusscreme und der Zu cchini-Lachs-Türmchen war Angie zuständig. "Im Vorjahr habe ich das Hauptgericht zubereitet, dieses Mal mache ich die Vorspeisen", erzählt Angie. Zeitgleich kümmert sich Alexandra um den Hauptgang. "Die Gebirge Indiens sind Reis mit Gemüse und Fleischspießen". Ingwer, Curry, Sojasoße dürfen da nicht fehlen. Angerichtet wird alles in Form eines Gebirges - die Namen des Menüs und des Hauptgerichts spiegeln sich wider. Beim Dessert sollte ein Crêpes zubereitet werden. Wibke präsentiert "Die Süße Balis" u.a. mit Bananen, Honig und Kakao.

Beim Kochen bewiesen die drei Mädels, dass sie ein eingespieltes Team sind. Auf Zuruf werden auch mal die Kochstellen gewechselt. Alles lief Hand in Hand. Nicht mit anpacken in der Küche durfte Sophie. Ihr Domizil war das Esszimmer. Sie dekorierte den Tisch - natürlich mottogerecht asiatisch - mit Blumen, Buddha-Figur und Kerzen in Steinform. Hier ließen sich die vier Schülerinnen ihr Menü anschließend auch schmecken.

Während der zwei Stunden zuvor, auch die Zubereitungszeit ist vorgeschrieben, stand das Team unter Beobachtung von Rolf-Dieter Hinz und Georg Schmelzer. Beide Juroren gehören dem Verein der Schweriner Köche an. "Beim Wettbewerb geht es um zwei wichtige Dinge: Gesunde Ernährung und Werbung für Berufe in der Gastronomie", erläuterte Schmelzer. Dass die Mädchen von der Ecolea-Schule bereits Vorkenntnisse besitzen, merkten die Profis schnell. Rezeptauswahl, Zu sammenstellung und Einkauf wurden dabei ebenso bewertet wie das Agieren in der Küche und die Präsentation. Doch die meisten Punkte gab es für das Essen selbst.

Mit der hohen Punktzahl hat das Ecolea-Team gute Chancen, beim Erdgas pokal eine Runde weiterzukommen. Doch das wollen auch zwei Teams von der Parchimer Goetheschule (kochen am 19. Januar) und ebenfalls zwei Teams von der Rastower Regionalschule (26. Januar). Die Schweriner waren die ersten, die an den Herd mussten. Ob das ein Vor- oder Nachteil ist, darüber machten sich die Mädchen keine Gedanken. "Wir wollen uns gut präsentieren und so weit kommen, wie möglich", betont Alexandra.

Juliane Deichmann von den Stadtwerken drückt dabei besonders stark die Daumen. Die Stadtwerke haben als Partner dieses Mal leider nur ein Team am Start. Deichmann und auch die Profiköche würden sich in nächsten Jahr wieder eine größere Beteiligung wünschen. Auch Bettina Broschewitz ist etwas verwundert, dass direkt aus Schwerin nur die Mädels aus ihrer Arbeitsgemeinschaft mitmachen. "An Regionalschulen gibt es sogar Hauswirtschaftsunterricht", betont die Zittowerin. Ihr Team kocht hingegen in der Freizeit und das in der kleinen Küche des DRK-Werder-Klubs. "Da ist es sehr eng", erzählt die Zittowerin. "Für die Auftaktveranstaltung beim Erdgaspokal sind wir deshalb zu mir nach Hause umgezogen." Damit war der Auftakt zugleich eine Premiere, denn nie zuvor wurde in einem Privathaus um den Erdgaspokal gekocht.


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