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Firma beauftragt Anwalt : Asbesttransporte verzögern sich weiter

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Nach der Weigerung von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, Asbestmüll aus der Region Hannover anzunehmen, will die beauftragte Firma die Transporte nun auf dem Rechtsweg durchsetzen.

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erstellt am 10.Apr.2012 | 06:54 Uhr

Nach der Weigerung von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, Asbestmüll aus der Region Hannover anzunehmen, will die beauftragte Firma die Transporte auf dem Rechtsweg durchsetzen. Dazu habe die Firma ein Anwaltsbüro eingeschaltet, teilte die Region Hannover am Dienstag mit. An einen möglichen Start der Transporte sei erst nach Klärung der rechtlichen Lage zu denken.

Ursprünglich hatte die Firma für kommenden Montag eine Aufnahme der Asbestlieferungen angekündigt, aber erneut eine ablehnende Reaktion aus dem Norden erhalten.

In Wunstorf bei Hannover lagern 170 000 Tonnen Asbestrückstände der 1990 aufgelösten Firma Fulgurit, jahrzehntelang einer der größten Produzenten von Asbesterzeugnissen in Deutschland. Bereits 2009 scheiterte der Versuch, den Giftmüll auf eine Halde nach Hannover zu bringen, am Einspruch des Oberverwaltungsgerichts. Es hatte den Gesundheitsbedenken von Anliegern recht gegeben.

Die Entsorgungsfirma hatte Mitte März in einem Brief an Behörden in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein den Beginn der Transporte auf die Deponie Schönberg in Nordwestmecklenburg für den 16. April angekündigt. Die Landesregierung in Schwerin hatte als Schlussfolgerung aus einem von ihr in Auftrag gegebenen Rechtsgutachten Anfang Januar beschlossen, dass auf der Deponie Ihlenberg bei Schönberg keine Asbestabfälle aus Wunstorf aufgenommen und gelagert werden dürfen. Ein Sprecher des schleswig-holsteinischen Umweltministeriums hatte bekräftigt: "Die Landesregierung lehnt die Transporte von unverpacktem Asbestschlamm ab."

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