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Schwerin/Hannover : Asbestmüll-Transporte erreichen Brüssel

vom

Die Asbestmüll-Transporte von Wunstorf nach Ihlenberg verzögern sich mindestens bis zum Monatsende. Das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium hat den Transport durch Schleswig-Holstein untersagt.

svz.de von
erstellt am 13.Apr.2012 | 10:15 Uhr

Schwerin/Hannover | Die Asbestmüll-Transporte vom niedersächsischen Wunstorf ins mecklenburgische Ihlenberg verzögern sich mindestens bis zum Monatsende. Das schleswig-holsteinische Verkehrsministerium hat der Eichriede Projekt GmbH und der beauftragten Spedition den Transport durch Schleswig-Holstein untersagt. Dagegen klagt das Unternehmen am Verwaltungsgericht Schleswig. Über den Transport der 170 000 Tonnen Asbestmüll gibt es seit Monaten Streit. Die Region Hannover will die Rückstände der ehemaligen Fulgurit-Betriebshalde in Wunstorf-Luthe loswerden. Die Länder Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein, die die giftige Fracht ursprünglich aufnehmen wollten, sagen - von Bürgerprotesten getrieben - seit Januar: "Nein, zu gefährlich."

Mittlerweile sind die Asbesttransporte im Norden auch Thema in Brüssel. Die Grünen-Europaabgeordneten Rebecca Harms und Reinhard Büti kofer ziehen in Zweifel, ob das Land Niedersachsen dafür Gelder aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) verwenden darf. "Für Sanierung und Demontage der Deponie sollen 3,983 Millionen Euro als Förderungen durch EFRE beigesteuert werden", heißt es in der Parlamentarischen Anfrage der Politiker. Unter anderem stellen sie die Effizienz von 7700 Lkw-Ladungen zu zwei rund 300 Kilometer entfernten Deponien in Frage.

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