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Armutsrisikoschwelle : Armutsgefahr in MV wieder gewachsen

vom
Aus der Redaktion der Zeitung für die Landeshauptstadt

Im Jahr 201Im Jahr 2013 mussten 13,5 Prozent der Menschen in MV mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens im Land auskommen

Die Gefahr, in Armut abzurutschen, ist in Mecklenburg-Vorpommern wieder gewachsen. Im Jahr 2013 mussten 13,5 Prozent der Menschen mit weniger als 60 Prozent des mittleren Einkommens (Median) im Land auskommen, wie das Statistische Amt gestern berichtete. Im Jahr davor waren es 13,2 Prozent, 2011 allerdings 13,7 Prozent.

Für Alleinstehende lag die sogenannte Armutsrisikoschwelle in Mecklenburg-Vorpommern 2013 bei 735 Euro, für eine Familie mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern bei 1544 Euro. Sie ist regional unterschiedlich und hängt vom allgemeinen Verdienstniveau ab. In Baden-Württemberg etwa gilt ein Alleinstehender ab einem Einkommen von 979 Euro als armutsgefährdet.

Im Vergleich zum bundesweit mittleren Einkommen waren 2013 sogar 23,6 Prozent der Menschen im Nordosten von Armut bedroht. Nur in Bremen war dieser Wert mit 24,6 Prozent höher. Darin spiegelt sich das geringe Lohnniveau Mecklenburg-Vorpommerns im Vergleich zu den meisten anderen Regionen Deutschlands.

Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) verspricht sich vom neuen, bundesweiten Mindestlohn von 8,50 Euro pro Stunde eine Verbesserung der Situation. „Der gesetzliche Mindestlohn wird vielen Menschen, die bislang unter dem geringen Lohnniveau in Mecklenburg-Vorpommern gelitten haben, ein anständiges Einkommen bringen“, sagte sie. Mitte 2012 war im Nordosten bereits ein Mindestlohn für öffentliche Aufträge in Höhe von 8,50 Euro in Kraft getreten. Dennoch stieg 2013 das Armutsrisiko.

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