Bundeswehr-Karriereecenter : Armee plant mit Schwerin

Melanie Ihle leitet seit vergangenem Jahr das Karrierecenter der Bundeswehr.
Melanie Ihle leitet seit vergangenem Jahr das Karrierecenter der Bundeswehr.

Karrierecenter der Bundeswehr in der Schlossgartenallee soll weiter zentrale Rolle beim Thema Personal spielen

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09. August 2016, 20:45 Uhr

Die Bundeswehr befindet sich in einem tiefgreifenden Strukturwandel. Auch die abschließenden Entscheidungen der verantwortlichen Stellen, die Organisation der Personalgewinnung „zukunftsfähig neu aufzustellen“, stünden aktuell noch aus, sagt Kapitänleutnant Matthias Gebler, im Presse- und Informationszentrum der Bundeswehr zuständig für den Personalbereich. So viel sei aber bereits klar: Das Karrierecenter der Armee in der Schweriner Schlossgartenallee werde auch in Zukunft eine „zentrale Rolle“ in Mecklenburg-Vorpommern spielen.

Die Betreuung von Soldaten in Fragen rund um den Berufsförderungsdienst und die Bearbeitung von Reservistenangelegenheiten gehören zu den Kernaufgaben des Karrierecenters in der Landeshauptstadt. „Somit ist das Center zentraler Anlaufpunkt für aktive, kurz vor dem Dienstzeitende stehende Soldaten und ehemalige Soldaten, die gerne Reservistendienst leisten möchten“, erklärt Gebler.

Insgesamt 16 Karrierecenter gibt es in Deutschland – acht mit so genanntem Assessment für die Personalauswahl und acht ohne. Das Schweriner Center gehört zu den Einrichtungen ohne Assessment, beherbergt jedoch auch ein Karriereberatungsbüro. Junge Leute aus MV, die einen freiwilligen Wehrdienst ableisten oder Zeitsoldat werden möchten, müssen aber zum Test nach Berlin. Daneben gibt es noch das Assessment-Center für Führungskräfte in Köln. Das Schweriner Karrierecenter beschäftigt nach Angaben von Kapitänleutnant Gebler 68 Mitarbeiter an verschiedenen Standorten in MV. 42 sind in Schwerin selbst tätig, die weiteren 26 verteilten sich auf Büros in Hagenow, Rostock, Laage, Kramerhof, Neubrandenburg und Torgelow. „Durch die räumliche und personelle Aufteilung in so genannte ,Standortteams‘ soll die bestmögliche Betreuung in Berufsförderungsdienst- und Reservistenangelegenheiten sichergestellt werden“, betont Gebler. Die kurzen Wege zu den persönlichen Ansprechpartnern an den jeweiligen Dienststellen seien wichtige Elemente der Personalführung und -gewinnung vor Ort.

Neben dem Karrierecenter ist die Bundeswehr in Schwerin auch noch mit dem Landeskommando MV vertreten, wo rund 100 Soldaten und zivile Mitarbeiter beschäftigt sind. Wichtigste Aufgabe: die zivilmilitärische Zusammenarbeit. „Wir sind Ansprechpartner für den Katastrophenfall“, sagt Fregattenkapitän Markus Fischer.


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