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Wirtschaft : Arbeitslosigkeit weiter auf Rückzug

vom
Aus der Onlineredaktion

Goldener Herbst auf dem Arbeitsmarkt: Die Erwerbslosenzahl ist im Oktober in MV weiter gesunken.

Die stabile Wirtschaftslage in Mecklenburg-Vorpommern sorgt für weiter sinkende Erwerbslosenzahlen. Am Monatsende waren 63 700 Erwerbslose im Nordosten registriert, wie die Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit gestern in Kiel mitteilte. Dies entspreche einer Quote von 7,7 Prozent. Im Vergleich zum September sank die Zahl der Erwerbslosen um 700, im Vergleich zum Oktober vorigen Jahres sogar um 7200. Dennoch liegt MV nur auf dem viertletzten Platz bundesweit vor Sachsen-Anhalt (7,8 Prozent), Berlin (8,6) und Bremen (10).

Die Personalnachfrage der Unternehmen in MV liege auf hohem Niveau, hieß es. Seit Jahresbeginn seien den Agenturen und Jobcentern 42 800 sozialversicherungspflichtige Stellen gemeldet worden – 3100 mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Zugleich hielten die Unternehmen ihr Personal fest. Die Zugänge in Arbeitslosigkeit aus Beschäftigung am ersten Arbeitsmarkt sei im Vorjahresvergleich weiter gesunken – seit Jahresbeginn um 3800 oder 6,8 Prozent. „Noch nie war in Mecklenburg-Vorpommern das Risiko, arbeitslos zu werden, so gering wie heute“, sagte die Chefin der Regionaldirektion Nord, Margit Haupt-Koopmann, in Schwerin.

In einigen Regionen des Landes hat die Arbeitslosenquote bereits Bundesniveau erreicht. Im Landkreis Ludwigslust-Parchim liegt die Quote aktuell bei 5,5 Prozent – bundesweit beträgt sie 5,4 Prozent. Der südwestliche Landkreis ist relativ wirtschaftsstark und nahe an Hamburg, Schleswig-Holstein und Niedersachsen gelegen. Viele Menschen aus der Region pendeln zur Arbeit in den Westen. Die höchste Erwerbslosenquote wurde im Oktober für den Landkreis Mecklenburgische Seenplatte mit 9,6 Prozent ermittelt. In Rostock beträgt sie aktuell 8,2 Prozent, in Schwerin 8,7 Prozent.

Experten gehen für November, wenn der Tourismus nachlässt, von wieder steigenden Erwerbslosenzahlen in Mecklenburg-Vorpommern aus.

Wirtschaftsminister Harry Glawe (CDU) sagte, es bleibe eine Herausforderung, gerade in den saisonabhängigen Branchen das Personal in den kommenden, kühleren Monaten zu halten. „Mir ist wichtig, dass beispielsweise im Tourismus aus den saisonalen Jobs im Ergebnis noch saisonunabhängige Beschäftigungsverhältnisse werden“, sagte er. Stetige Investitionen in saisonverlängernde Maßnahmen seien nötig.

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