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Die November-Quote : Arbeitslosigkeit auf Rekordtief

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Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland noch einmal auf ein Rekordtief gesunken. Mit 2,713 Millionen rutschte die November-Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren.

svz.de von
erstellt am 30.Nov.2011 | 07:46 Uhr

Nürnberg | Die Zahl der Arbeitslosen ist in Deutschland noch einmal auf ein Rekordtief gesunken. Mit 2,713 Millionen rutschte die November-Arbeitslosigkeit auf den niedrigsten Wert seit 20 Jahren, wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) gestern in Nürnberg berichtete. Im Vergleich zum Oktober ging die Zahl der Erwerbslosen dank der weiterhin guten Konjunktur um 24 000 zurück. Das ist ein Minus von 214 000 binnen Jahresfrist. Die Arbeitslosenquote nahm seit Oktober um 0,1 Punkte auf 6,4 Prozent ab, nachdem sie ein Jahr zuvor noch bei 6,9 Prozent gelegen hatte.

Gemessen an der Entwicklung von September bis November fiel der Herbstaufschwung in diesem Jahr allerdings schwächer aus als in den beiden Vorjahren. War in den Jahren 2009 und 2010 die Arbeitslosigkeit in diesem Drei-Monats-Zeitraum um fast 260 000 gesunken, lag der Rückgang in diesem Jahr lediglich bei rund 230 000.

Die Bundesagentur sprach gestern dennoch von einer "anhaltend positiven Entwicklung". "Im November ist keine Eintrübung zu erkennen. Die Finanzmarkt-Turbulenzen schlagen sich noch nicht in der Realwirtschaft wieder", kommentierte BA-Vorstandsmitglied Heinrich Alt die jüngste Entwicklung. Zudem sei die wirtschaftliche Lage in Deutschland stabil: "Wir haben ein Wirtschaftswachstum von drei Prozent, einen hervorragend funktionierenden Export und höhere Steuereinnahmen."

Trotzdem sehe die Bundesagentur durchaus Schwierigkeiten: "Die Weltwirtschaft schwächt sich ab, und im Finanzsektor gibt es einige Probleme. Das hat aber auf den Arbeitsmarkt noch nicht durchgeschlagen - und wir hoffen, dass es noch einige Zeit so bleibt", unterstrich Alt. Die 176 regionalen Arbeitsagenturen sähen keine Hinweise für eine Abschwächung des Jobaufschwungs, ergänzte BA-Vorstandsmitglied Raimund Becker.

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